Hornissen sind wohl eine der meistgefürchtesten Insektenarten Deutschlands. Sind die Vorurteile gegen die großen Brummer gerechtfertigt? Und stimmt der Spruch: „Sieben Stiche töten ein Pferd, drei einen Menschen“?

In Mitteleuropa ist sie die größte lebende Wespenart und gehört zur Familie der Faltenwespen: die Hornisse (Vespa cabro). Die Königin ist mit einer Größe von etwa 23 bis 36 mm am größten, gefolgt von den Drohnen, die eine Körperlänge von 21 bis 28 mm besitzen und den Arbeiterinnen mit einer Größe von 18 bis 25 mm.

Drohnen sind die männlichen Tiere eines Volkes, Königinnen und Arbeiterinnen die weiblichen Tiere. Die charakteristische Färbung ist das wohl auffälligste Merkmal des Insekts. Ihr Hinterleib ist Schwarz-Weiß gestreift, Kopf und Rumpf weisen einen hohen Rotanteil auf.Sie haben außerdem auffällig gebogene Fühler.

Lebensweise und Charakter

Groß, gefährlich und angsteinflößend – die großen Brummer können uns schnell in Panik oder zumindest Unruhe versetzen. Wer den Schmerz eines Stiches kennt, will ihn nicht noch einmal erleben. Der große Stachel und das Gift der tag- und nachtaktiven Insekten sind alles andere als angenehm. Trotzdem herrschen manche Missverständnisse zwischen Menschen und den scheinbar gefährlichen Insekten. Tatsächlich begegnen wir einem Hornissenstaat deutlich seltener als Wespen oder Bienen.

Aber keiner sieht diese Insekten gerne im Umfeld von Wohnhäusern, zum Beispiel wenn sie ungefähr im Mai auftauchen und ihre Waben in Verschalungen oder Verkleidungen aller Art errichten. Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, suchen sich die Tiere Ersatzhöhlen im menschlichen Siedlungsbereich, die sie dann als Nistplatz nutzen und ihr Hornissennest zu bauen. Jedes Frühjahr macht sich eine Jungkönigin, die den Winter geschützt in einem morschen Baumstamm oder im Erdreich überstanden hat, auf die Suche nach einem geeigneten Platz für den Nestbau. Dort beginnt sie dann, Eier zu legen und ein Hornissenvolk zu gründen.

Der Lebenszyklus

Etwa im Mai erwacht eine im Vorjahr geborene und begattete Jungkönigin aus ihrem Winterschlaf und macht sich zunächst auf die Suche nach Nahrung, um sich nach der Nahrungsaufnahme dem Bau ihres Nestes zu widmen. Als Nahrung bevorzugen die Insekten den Saft blutender Bäume oder Nektar. Bei der Suche nach einem geeigneten Nistplatz sucht sich die Vespa cabro vorzugsweise Ersatzhöhlen in menschlichen Siedlungsbereichen. Hat sie einen Platz für den Nestbau gefunden, beginnt sie mit dem Bau der ersten Waben und belegt sie jeweils mit einem Ei. Schon nach nur wenigen Tagen entwickeln sich Larven. Etwa 12 bis 14 Tage dauert es, bis die Larve die fünf Entwicklungsstadien durchlaufen hat. In weiteren 13 bis 15 Tagen entwickelt sich aus der Larve eine Hornisse, die nach dem Ausschlüpfen sofort beim Ausbau der Waben hilft.

Ein Hornissenstaat erreicht eine Größe von mehreren hundert Tieren, die bis etwa Mitte Oktober aktiv sind. Dabei erreicht der Staat im Sommer seinen Höhepunkt mit 200 bis 600 Tieren und einer imposanten Größe von 50 bis 60 Zentimeter. Im Spätsommer nimmt die Zahl der Insekten stetig ab und es schlüpfen nur noch Geschlechtstiere, also Jungköniginnen und Arbeiterinnen, aus den Eiern. Im Herbst suchen sich die neugeborenen befruchteten Jungköniginnen wiederum einen ungefährlichen Nistplatz für den Winter.

Die Hornisse hat ihre Hochphase im Sommer. Tatsächlich sind die Insekten nichts anderes als große Wespen (die Königinnen erreichen eine imposante Größe von etwa 3,5 Zentimeter).

Zu den bevorzugten Nahrungsquellen erwachsener Tiere gehören:

  • zuckerhaltige Flüssigkeiten, wie Nektar, Honigtau oder Baumsäfte
  • Honigbienen
  • kleinere Wespenarten
  • vereinzelt sogar Hummeln

Die kleineren Insektenarten werden vor allem an die Larven verfüttert. Die Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich von Baumsäften, Nektar, Fallobst oder Honigtau. Im Gegensatz zu den ‚gewöhnlichen‘ Faltenwespenarten jedoch trauen sich Hornissen so gut wie nie an das, was die Menschen im Freien verzehren. Während Wespen sich sofort auf Kuchen, Eis, Säfte und süßes Gebäck stürzen und somit den ganzen Sommer über zum gefährlichen Plagegeist werden, hält sich eine Hornisse lieber von Menschen fern.

Hornissenstiche

Trotz ihres großen Stachels sind Hornissen von Natur aus eher scheu, passiv und defensiv. Sie begegnen Bedrohungen zunächst mit Fluchtverhalten, auch für den Menschen interessieren sie sich nicht, solange sie in Ruhe gelassen werden. Damit unterscheiden sie sich von ihren kleineren Artgenossen, die teilweise auch willkürlich und grundlos zustechen. Wann aber werden Hornissen gefährlich und wie gefährlich können sie überhaupt werden?

Wie auch Wespen und Bienen, besitzen Hornissen einen Giftstachel. Diesen nutzen die Tiere in erster Linie zur Verteidigung und zur Tötung ihrer Beute. Hornissengift ist nicht gefährlicher als Bienen- oder Wespengift. Nach einem Stich kommt es zu Symptomen wie Rötungen, Schwellungen und Juckreiz

Bei allergischen Reaktionen oder Stichen im Rachen oder Hals sollte allerdings sofort ein Arzt aufgesucht werden!

Erste Hilfe: Hornissenstiche behandeln

  • Desinfektionsmittel verwenden, um eine Infektion der Einstichstelle zu verhindern. 
  • Stich zuerst mit Hitze behandeln, um die Schmerzen und den Juckreiz zu lindern. Dazu einfach einen heißen Waschlappen auf die Einstichstelle legen.
  • Einstichstelle anschließend kühlen (z. B. mit Coolpacks, kalten Umschlägen Eiswürfeln oder kühlenden Gelen.

Hornissennester

Hornissen stehen unter Naturschutz! Hornissennester dürfen deshalb nicht ohne amtliche Genehmigung beseitigt werden. Wer ein Hornissennest im Garten oder am Haus vorfindet, sollte es im Idealfall einfach dort lassen, wo es ist. Hornissen sind scheuer und berechenbarer als Wespen oder Honigbienen und greifen nicht grundlos an. Wer ein Hornissennest hat, kann es bedenkenlos hängen lassen, bis das Hornissenvolk im Herbst beim ersten Nachtfrost abstirbt. 

Tipps im Umgang mit Hornissennestern:

  • Erschütterungen des Nestes verhindern
  • schnelle und hektische Bewegungen vermeiden
  • Kleinkinder vom Nest fernhalten
  • Flugbahn der Insekten nicht blockieren
  • kein Wasser auf das Hornissennest spritzen

Wespen wirkungsvoll bekämpfen mit DFNT

Wespen haben einen schlechten Ruf. Sie gelten als zudringlich, gefräßig und angriffslustig und sind, anders als Bienen, kein gern gesehener Gast für Gartenbesitzer. Verantwortlich für diesen schlechten Ruf sind zwei Wespenarten: die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Diese beiden Wespenarten bilden große Völker von mehreren tausend Arbeiterinnen, die auf Nahrungssuche gemeinsam ausschwärmen. Ihre Nester bauen Wespen im Frühjahr und suchen sich dafür auch Orte in Menschennähe, wie Hauswände, Dachböden oder Rollladenkästen.

DFNT WespenSpray ist eine sichere und effektive Methode, um Wespen zu vertreiben und ist für die Anwendung im Innen- und Außenbereich geeignet. Die Wespensprays können präventiv oder im Akutfall zur Wespenbekämpfung angewandt werden. Der Inhaltsstoff Permethrin wirkt dabei einerseits als Repellent. Die Insekten nehmen den Wirkstoff als unangenehm wahr und meiden damit behandelte Bereiche für bis zu drei Monate. Andererseits werden Wespen durch direkten Kontakt mit Permethrin bewegungsunfähig. Damit ist DFNT WESPENSPRAY ein effektives Insektizid und bietet lang anhaltenden Schutz vor Wespen in Haus und Garten. Anders als bei Wespenschaum, kann das Spray gezielter angewendet werden und kommt selbst an schwer zugängliche Bereiche.

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Häufige Fragen zum Thema “Hornissen”:

Welche Hornissenarten gibt es bei uns?

In Deutschland leben vorrangig zwei Unterarten der sogenannten Europäischen Hornisse (Vespa crabro). Das sind die an Mittelleib und Stirn schwarz gefärbte Vespa crabro crabro und die mit rötlichen Längsstreifen bzw. rötlicher Färbung versehene Vespa crabro germana. Zusätzlich zur Europäischen Hornisse siedelt sich seit einiger Zeit auch die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) in Europa an. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in Verhalten und Aggressivität nur gering.

Wann stechen Hornissen?

Entgegen dem verbreiteten Glauben, Hornissen seien aggressiv und gefährlich, sind es eigentlich relativ friedfertige Insekten. Sie interessieren sich in der Regel nicht für den Menschen und stechen nicht grundlos, sondern nur zur Verteidigung. Deswegen sollte man nicht nach ihnen schlagen oder pusten (das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Hornissennest als Alarmsignal). Vor allem vom Hornissennest sollte man sich fernhalten oder sich ihm nur sehr behutsam nähern. Hektische Bewegungen und Erschütterungen genauso wie das Blockieren der Flugbahn vor dem Nest werden als Angriffe gewertet.

Wie gefährlich ist ein Hornissenstich wirklich?

Hier gilt zunächst Entwarnung: Hornissenstiche sind nicht wirklich gefährlicher als die Stiche ihrer kleineren Artgenossen. Ihr Gift ist sogar weniger toxisch bzw. gefährlich als das von Bienen, Hummeln oder kleineren Faltenwespen. Allerdings fühlt sich der Stich aufgrund des größeren Stachels und dem im Gift enthaltenen Acetylcholin subjektiv oft schmerzhafter an. Bei etwa 2-3 % der Bevölkerung ruft ein Hornissenstich außerdem eine gefährliche allergische Reaktion hervor, die sogar tödlich ausgehen kann. Hier sofort einen Arzt aufsuchen oder bei Wissen um die Allergie Präventivmaßnahmen ergreifen (Abwehr- und Gegenmittel)!

Welche Funktion haben Hornissen im Ökosystem?

Hornissen erfüllen eine enorm wichtige Rolle für unser Ökosystem. Sie gelten als „Ökopolizei“, denn aufgrund ihrer Ernährung von Insekten wie Fliegen, Raupen, Bremsen und sogar Wespen, Bienen oder Hummeln sorgen sie für eine effektive Schädlingsbekämpfung und verhindern die Massenvermehrung derselben.

Warum stehen Hornissen unter Naturschutz?

Die verbreitete Angst vor Hornissen hat zu einer regionalen Verfolgung bis fast zum Auslöschen der Art geführt. Weil ihr Bestand bedroht ist, genießt sie den besonderen Schutz der Bundesartenschutzverordnung: Sie steht unter Naturschutz und darf nicht getötet werden. Auch ihre Nester dürfen nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden zerstört oder entfernt werden.

Wie kann ich Hornissen vertreiben?

Aufgrund des Artenschutzes ist das Töten oder ein Zerstören der Hornissennester nicht erlaubt. Naturschutzbünde können die Nester professionell versetzen und Menschen damit außer Gefahr bringen. Für einen insektenfreien Sommer, bei akuten Problemen, Allergien und vor allem zur Prävention von Hornissennestbauten rund ums Haus hilft  beispielsweise das DFNT WESPEN-ABWEHR SPRAY. Dieses Spray wirkt bei Insektenkontakt dank Knock-Down-Effekt sofort und hält außerdem ungebetene Gäste durch seinen für die Tiere unangenehmen Duft ab.