Die Kellerassel ist keine Schönheit und erinnert irgendwie an ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit. Bei nicht wenigen Menschen lösen die grauen Panzertiere Ekelgefühle aus. Im Garten sollte die Kellerassel geduldet werden, denn sie verrichtet hilfreiche Aufgaben bei der Bodenlockerung. Feuchtigkeit zieht die Landasseln magisch an. Gelangen die Tiere ins Haus, ist schnelles Handeln gefragt. Kellerasseln sind Gruppentiere und deren Vertreibung aus dem Haus kann zum Kraftakt werden, wenn nicht rechtzeitig reagiert wird.

Grundlagen: die wichtigsten Fakten über Kellerasseln

Wer im Haus die unangenehme Bekanntschaft mit Kellerasseln macht, wird diese schnellstmöglich vertreiben wollen. Bevor es darum geht, etwas gegen den Befall zu unternehmen, sollen einige Fakten über die kleinen Landasseln genannt werden.

Aussehen: meist grau, selten rot mit schwarzen Flecken, gezackter Chitinpanzer, Schwanzplatte mit Tastorganen, zweigliedrige Fühler
Merkmale: bei Gefahr Schreckstarre, Weibchen trägt die befruchteten Eier bis zu 50 Tage bei sich
Größe: 9 – 14 Millimeter
Lebensraum: versteckt unter Steinen, unter Laub, im Gebüsch, Gärten, Keller, Kompost
Lebensweise: versteckt in Ritzen und Spalten, Gruppentiere
Lebenserwartung: zwei Jahre
Ernährung: Saprophagen (abgestorbene organische Substanzen, Obst, Gemüse
Fressfeinde: Spinnen, Vögel, Igel

Steckbrief: Kellerassel

Kellerassel
Art: Vorratschädling
Aktive Tageszeit: Dämmerung, Nacht
Zum vollständigen Steckbrief
Befallszeitraum (Deutschland): von April bis Oktober
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Kellerasseln – Nützling vs. Schädling

An dunklen und feuchten Plätzen lässt sich die Kellerassel gern nieder. Wer im Garten Steine, Pflanztöpfe oder Holz bewegt, wird auf größere Vorkommen der kleinen Krabbler stoßen.

Mag der Anblick auch abstoßend wirken, eine Bekämpfung im Freiland ist nicht notwendig, denn Kellerasseln sind nützlich.

Die Kellerassel als Gartennützling

Die Kellerasseln helfen bei der Zersetzung organischen Materials und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Nährstofffreisetzung und Humusbildung im Gartenboden und Kompost. Dies ist in Blumenbeeten wie auch im Gemüsegarten von Vorteil. Selbst im Blumenkasten können sich Kellerasseln nützlich machen.

Lassen sich im Garten vermehrt Vögel oder Igel beobachten, ist dies ein positiver Nebeneffekt des Vorhandenseins der Asseln.

Die Kellerassel als Lagerschädling

Die Kellerassel ist kein Krankheitsüberträger und tritt auch nicht als Pflanzenschädling in Erscheinung. Zum Problem werden die Tiere, wenn sie ins Haus gelangen und sich dort ungehindert vermehren. Kellerasseln können die Lagerbestände von Kartoffeln und Gemüse dezimieren und damit die Vorräte für den Winter unbrauchbar machen.

Kellerasseln in der Wohnung loswerden

Im Garten halten Kellerasseln durch das Vertilgen abgestorbener Pflanzenteile den Kreislauf der Natur stabil. Im Haus angekommen, sorgen die Asseln für Unbehagen und die Vertreibung steht im Fokus.

Die Wohnräume des Menschen zählen nicht zum natürlichen Lebensraum der Tiere. Diese lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit und verrottetes organisches Material. Beides ist in Räumlichkeiten meist nicht vorhanden.

Dennoch gelangen Kellerasseln ins Haus wenn:

  • sich überlagertes Obst und Gemüse im Haus befinden
  • Obst und Gemüse im Keller falsche gelagert wird (hohe Luftfeuchte)
  • Fehler beim Lüften gemacht werden
  • die Wände des Hauses feucht sind

Mit folgenden Methoden lassen sich Kellerasseln aus dem Haus vertreiben:

  • Lebensmittelköder auslegen: Kellerasseln können mit einem Köder aus ausgehöhltem Obst und Gemüse angelockt werden. Besonders beliebt sind Kartoffeln. Der Trick funktioniert auch mit leicht verdorbenen Äpfeln, Bananen oder Möhren. Wird das Obst auf eine Schale gelegt und diese auf den Boden gestellt, werden sie die Asseln darin versammeln und können anschließend im Garten wieder ausgesetzt werden.
  • Alkohol als Lockstoff: Die Innenwände von Glasflaschen oder Konservengläsern werden mit Weingeist benetzt. Die Gefäße werden im Zimmer ausgelegt. Die Tiere kriechen hinein und können in den Behältnissen zurück ins Freie gebracht werden.
  • Feuchtigkeit als Lockmittel: Dieser Trick funktioniert, wenn die Kellerasseln in einen trockenen Raum geraten sind und sie keinen feuchten Rückzugsort erreichen können. Ein nebelfeuchtes Handtuch wird auf den Fußboden gelegt und hin und wieder mit dem Pflanzensprüher benetzt. Die Kellerasseln werden sich im Handtuch versammeln und können im Garten freigelassen werden.
  • Backpulver: Kellerasseln nehmen vor Backpulver Reißaus. Das weiße Pulver sollte an Stellen ausgestreut werden, wo die Asseln ins Haus gelangen können.
  • Salbei: Salbei können Kellerasseln buchstäblich nicht riechen. Eine Salbeipflanze am geöffneten Fenster wird die Asseln davon abhalten, ins Haus zu gelangen.
  • DFNT – Anti Insektenspray: Bei einem vermehrten Befall kann der Spray Kellerasseln zuverlässig vertreiben und dabei natürlich und umweltverträglich vorgehen.

Tipps zur Vorbeugung von Kellerasseln

Häufig gelangen Kellerasseln allein durch Zufall ins Haus. Damit dies nicht vorkommt, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Richtiges Lüften: Durchzug schaffen, damit ein Luftaustausch stattfinden kann. Fenster vollständig für zwei bis fünf Minuten öffnen. Dadurch entweicht die Feuchtigkeit besser, als beim Stoßlüften bei gekipptem Fenster.
  • Feuchtigkeit in Räumen vermeiden: In Räumen, die schlecht belüftet werden können, sollte keine Wäsche getrocknet werden. Nach dem Duschen und Baden ist die Feuchtigkeit aus der Dusche und von den Fliesen zu entfernen.
  • Bauliche Mängel beseitigen: Undichte Stellen im Dach oder in Fenster und Türen, die schlecht schließen, bieten nicht nur Kellerasseln und anderen Insekten eine Eintrittspforte, sondern treiben auch die Heizkosten in die Höhe.
  • Lagerfehler vermeiden: Organische Abfälle und eingelagertes Obst und Gemüse sollten für Kellerasseln unzugänglich aufbewahrt werden. Risse und Fugen sind zu verschmieren. Die Kellerfenster können mit Fliegengittern versehen werden.

5 Fakten über Kellerasseln

  • Kellerasseln sind weltweit verbreitet
  • Kellerasseln sind die weit verbreiteten Landasseln
  • ursprünglich ist die Kellerassel in Westeuropa beheimatet
  • Kellerasseln besitzen 14 Beine und zwölf Spaltfüße
  • Jungtiere häuten sich 14-mal bis zur Geschlechtsreife

Zusammenfassung & Fazit

Die kleinen Krebstiere mit ihrem flachen Chitinpanzer stoßen allgemein auf wenig Begeisterung. Dabei helfen sie durch die Zersetzung organischen Materials dabei, die Qualität des Gartenbodens zu verbessern. Kellerasseln schaden den Pflanzen nicht und sollten aus dem Gartenbeet nicht vertrieben werden. Gelangt eine größere Anzahl Kellerasseln ins Haus, ist die Vertreibung angezeigt. Dies kann mithilfe verschiedener Hausmittel geschehen. Schnell und zuverlässig gegen Asseln wirkt DFNT Anti-Insektenspray.

FAQ zum Thema Kellerasseln

Was kann man gegen Kellerasseln tun?

Kellerasseln können mit Lebensmittelködern oder nassen Tüchern angelockt und anschließend ins Freie gesetzt werden. Gegen Asseln im Garten ist kein Vorgehen erforderlich.

Was frisst die Kellerassel?

Die Kellerassel tritt meist in der Dämmerung in Aktion und vertilgt Laub und andere organischen Materialien, die sich im Verwesungsprozess befinden. Gefährdet sind auch Kartoffeln und eingelagertes Obst.

Wo kommen Kellerasseln rein?

Kellerasseln gelangen durch kleine Spalten und Ritze ins Haus. Oft geschieht dies rein zufällig. Häufig befinden sich diese Eintrittspforten in Fenster- oder Türnähe.

Wie sieht eine Kellerassel aus?

Kellerasseln sind etwa zwei Zentimeter groß und bewegen sich auf 14 Beinchen fort. Kennzeichnend ist der silbergraue Chitinpanzer.

Was ist eine Kellerassel?

Die Kellerassel ist kein Insekt, sondern sie wird zu den Krebstieren gezählt. Nur einige wenige Arten haben während der Entwicklung das Wasser verlassen und konnten sich an Land behaupten. Kellerasseln benötigen einen Lebensraum mit hoher Luftfeuchte.