Nur wenige Tierarten schaffen es weltweit gesehen, Menschen in Panik zu versetzen und uns zum unkontrollierten Herumschlagen zu nötigen. Wespen sind eine solche Tierart und sie können sogar zu richtigen Plagegeistern werden.

In Deutschland gibt es einige hundert Wespenarten, wovon die meisten solitär leben. Zu den Wespenarten zählen z. B. die Gemeine Wespe, Deutsche Wespe, Waldwespe, Waldkuckuckswespe, Kurzkopfwespe, Langkopfwespe und auch die Hornisse. Die Hornisse zählt zur größten Wespenart in Mitteleuropa und ist im Gegensatz zu anderen Wespenarten gelegentlich mit einer roten Zeichnung auf ihrem Körper versehen. Wespen werden bei uns Menschen in der Beliebtheitsskala immer ganz unten anzutreffen sein. Je mehr wir über diese Fluginsekten wissen, desto geringer wird unsere Aversion und unser Angstgefühl, wenn wir mit diesen kleinen Plagegeistern zu tun haben.

Die wichtigsten Fragen zu den Hautflüglern werden in diesem Artikel beantwortet:

  • Ab wann ist mit Wespen zu rechnen – wie lange bleiben sie aktiv?
  • Wie gefährlich sind Wespen wirklich?
  • Wespen und Hornissen im Garten – was tun?
  • Welche Möglichkeiten der Wespenabwehr gibt es?

In welcher Jahreszeit tauchen Wespen auf?

Sobald die warme Kleidung in unsere Kleiderschränke wandert und die Sonne wieder Wärme verbreitet, beginnt es in der Natur zu surren. Je wärmer die Tage werden, desto lauter werden die Geräusche der fliegenden Insekten, die sich allesamt auf Nahrungssuche begeben und sich über Fallobst oder Früchte, Kuchen und Süßigkeiten auf unserem Esstisch hermachen. Zum Leidwesen der meisten Menschen surren auch Wespen um unsere Ohren.
 
Mit der warmen Jahreszeit beginnen wir auch wieder unsere Freizeitaktivitäten ins Freie zu verlagern. Kaffee im Garten, Grillen, Picknicken und Gartenpartys stillen unser Bedürfnis nach Aktivitäten im Freien. Wer immer mit am Esstisch ist: Wespen und Hornissen.
 
Die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) stellen sich als ungebetene Gäste ein und setzen der guten Stimmung oft ein jähes Ende. Auf der Suche nach Nistplätzen oder Nahrung werden die Raubinsekten im Hochsommer schließlich zur Plage für alle Gartenfreunde. Egal ob Süßes oder Saures, Früchte oder Getränke, alles, was auf dem Esstisch steht, zieht die Hautflügler in Massen an.
 
Die Verständigung der Hautflügler untereinander funktioniert hervorragend und so kann es Hochsommer zu richtigen Wespenplagen kommen. Bedingt durch die längeren warmen Perioden im September, können Wespen noch bis Ende Herbst auftreten.
 
Im Oktober nimmt die Zahl der aktiven Tiere zwar stetig ab, aber oft sind sie sogar noch im November, ja sogar Anfang Dezember zu finden. Zu dieser Zeit ist allerdings klar erkennbar, dass die kleinen Plagegeister mit ihren Kräften am Ende sind und keine Gefahr mehr von ihnen ausgeht.
 

Hilfreiche Tipps zur Wespenabwehr:

  • Tipp 1: Nicht Herumschlagen, denn das macht die Insekten nervös und sie fühlen sich bedroht.
  • Tipp 2: Schnelle und hektische Bewegungen vermeiden und Ruhe bewahren.
  • Tipp 3: Beim Trinken im Hochsommer Strohhalme benutzen bzw. immer ins Glas schauen, bevor ein Schluck genommen wird.
  • Tipp 4: Die Tiere nicht an- oder wegpusten, da das in unserem Atem enthaltene Kohlendioxid als Alarmsignal für die Insekten. gilt
  • Tipp 5: Stark duftende Cremes und Deos vermeiden, der Geruch zieht Wespen und Hornissen an.
  • Tipp 6: Nie durch hohes Gras oder Wiesen barfuß laufen.
  • Tipp 7: Keine Essensreste offen herumstehen lassen und schmutzige Teller am besten sofort vom Esstisch räumen.
  • Tipp 8: Gelangt eine Wespe unter die Kleidung, nicht in Panik verfallen, sondern Ruhe bewahren!

Wie gefährlich sind Wespen wirklich?

Schon allein die Zeichnung am Körperbau der Wespen und die Farben ist für die meisten Menschen ein Alarmsignal und versetzt sie in Panik. Unser Unterbewusstsein nimmt diese Signale wahr und schon das Geräusch einer vorbeifliegenden Wespe kann Menschen in Angst und Panik versetzen.
 
Das Gift, das die Insekten über ihren Stachel in die Blutbahn des Menschen bringen, ist nicht sehr wirksam. Das Gift einer Biene hat die bis zu zehnfache Menge an Gift. So gesehen ist ein Wespenstich sicherlich schmerzhaft unangenehm, aber nicht gefährlich.
 
Ganz anders wird die Situation für Menschen, die allergisch auf Wespenstiche reagieren. In diesem Fall, kann ein einziger Stich lebensbedrohliche Folgen für denjenigen haben. Falls es zu einem allergischen Schock kommt treten Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen auf – alles Indizien, dass eine Allergie vorliegt. Das Rufen eines Notarztes ist in diesem Fall ein absolutes Muss, da es um Sekunden gehen kann. 
 
Auch das Schlucken einer Wespe kann lebensbedrohlich enden, da durch das Anschwellen der Atemwege Erstickungsgefahr besteht. Auch in diesem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht oder der Notarzt verständigt werden. 
 

Wespen im Haus

Ein Szenario, das niemand von uns erleben möchte: Ein Wespenstaat hat ihren Nestbau ins Haus verlegt und sich dort niedergelassen. Egal ob im Dachboden, unter der Dachschräge oder in einem Vorbau des Hauses – ein Wespennest im oder am Haus bedeutet Riesenärger. Ein Wespennest darf nicht zerstört werden, da wildlebende Tiere nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter Schutz stehen. Die Feuerwehr kann helfen, das Wespennest wieder zu entfernen. Auch auf die Dienste eines Schädlingsbekämpfers kann zurückgegriffen werden, wenn sich ein Nest an einer ungünstigen Stelle befindet (z. B. in Rollladenkästen). Kosten entstehen auf jeden Fall, mit ca. 250 Euro sollte gerechnet werden, wenn bezahlte Insektenvertreiber ausrücken müssen, um wieder Ruhe und Sicherheit im Haus zu gewährleisten. Speziell Holzhäuser haben es den Raubinsekten angetan, um sich ein behagliches Nest zu bauen. Aber auch Kunststofffassaden kommen für einen Nestbau und der Bildung ihres Staates in Frage. Da der Bau des Nestes in den seltensten Fällen vom Hausbesitzer wahrgenommen werden kann, stehen die Betroffenen oft vor dem vollendeten Wespennest und stellen sich die Frage, wie das nur passieren hat können. 

Die milden Winter und warmen Tage sorgen dafür, dass uns Wespen und Hornissen schon ab Juni, unseren Aufenthalt im Garten oder auf der Terrasse unerträglich werden lassen. 

Wichtige Fakten – das Leben der Wespe

  • Die Wespenkönigin ist für die Gründung des Staates verantwortlich und beginnt direkt nach dem Winterschlaf mit dem Nestbau
  • Die größten Nester sind bis zu 170 cm hoch und 50 cm im Durchmesser
  • Wespen und Hornissen bilden Staaten, in denen die Königin die einzige ist, die den Winter überlebt und im anschließenden Jahr für das Aufkommen des neuen Staates verantwortlich
  • Die verschiedenen Aufgaben im Wespenstaat sind streng geregelt und verteilt: Bauarbeiter sind für den Nestbau verantwortlich, Wächter bewachen das Nest und Arbeiterinnen versorgen die Larven mit Nahrung
  • Die männlichen Tiere werden erst im Spätsommer herangezogen und dienen nur zur Paarung mit der Wespenkönigin. Bis zum Spätherbst stirbt das gesamte Wespenvolk und nur die begatteten Jungköniginnen überleben und suchen sich einen Unterschlupf für den Winter

Wespen im Garten

Sowohl die Gemeine Wespe, als auch die Feldwespe errichtet ihr Refugium gerne in verlassenen Erdhöhlen von Wühlmäusen oder in Bodenöffnungen im Garten. Andere Wespenarten nutzen Büsche oder Bäume für ihren Nestbau. Wespen bauen ihre Nester ausschließlich aus Holzfragmenten, die die Tiere mit ihren speziellen Mundwerkzeugen fein zerkauen und zu einem Holzbrei verarbeiten. Das Innere des Nestes ist grundsätzlich wabenartig aufgebaut. Die Waben dienen zum einen als Ablageort für die Eier, zum anderen geben sie dem Nest eine enorme Stabilität.
 
Für Kleinkinder, die sich im Garten krabbelnd fortbewegen, aber auch für etwas größere Kinder, die gerne barfuß im Garten herumlaufen, stellen Wespennester im Garten ein enormes Risiko dar, da Kinder die Gefahr, die von Wespen und Hornissen ausgehen können nicht abschätzen können bzw. einfach keine Erfahrung mit ihnen haben. Erdwespen bilden oft große Staaten im Erdreich des Gartens, das Aus – und Einfliegen der Arbeiterinnen in ihren Bau zeugt vom Wespennest unter der Erde. Wespennester in Büschen und Bäumen sind etwas leichter zu erkennen als Bodennester. 
 
Auch hier ist das Zufliegen und Wegfliegen vieler Wespen ein Erkennungsmal, dass ein Wespennest vorhanden ist. Ein normal großes Wespenvolk vertilgt ungefähr 250 g Insekten am Tag. Wenn sich also ein Wespenvolk im Garten niedergelassen hat, hat man die gesamte Saison einen natürlichen Insektenvernichter.

Wespen sind hervorragende Jäger, die das Aufkommen verschiedener Schädlinge im Garten reduzieren. Sie füttern ihre Larven mit Blattläusen, Mücken, Spinnen, Fliegen, Heuschrecken, Raupen und anderen Insekten. Zu ihren bevorzugten Nahrungsmitteln gehören aber Blattläuse und deren süßliche Ausscheidungen, auch Honigtau genannt. Beim Sammeln von Nektar übernehmen Wespen ganz nebenbei auch die Aufgabe der Blütenbestäubung.

 

Was tun bei Wespen- und Hornissennestern?

Im Normalfall muss man die Nester nicht entfernen, da Wespen nützliche Helfer sind und zum Bestäuben der Pflanzen dringend gebraucht werden. Da Hornissen keine Fleischfresser sind, stellen sie auch keine Gefahr am Gartentisch da. Mit einer Schale Fallobst, reifer, aufgeschnittener Weintrauben oder einem Rest Marmelade, können Wespen einfach vom Gartentisch weggelockt werden.

Wespen vertreiben – welche Hausmittel helfen wirklich?

Es gibt einige Tricks und Hausmittel, die Gartenfreunden dabei helfen können, die kleinen Plagegeister zu vertreiben.

Kaffeepulver: Kaffeepulver ist ein effektives Hausmittel, das jeder im Haushalt hat. Einfach etwas Kaffeepulver in ein feuerfestes Gefäß geben und mit einem Streichholz anzünden bis es anfängt zu glimmen. Der aufsteigende Qualm ist eine zuverlässige Wespenabwehr.

Kupfermünzen: Wespen mögen angeblich den Geruch von Kupfer und Messing nicht. Reibt man also ein paar Kupfermünzen zwischen den Händen, kann der dabei entstehende Geruch die Plagegeister schnell in die Flucht schlagen. Manchmal reicht es auch schon, wenn man einfach ein paar Kupfermünzen auf dem Tisch verteilt.

Ätherische Öle wie Lavendel: Wenn man beim Essen nicht von Wespen und anderen Plagegeistern gestört werden will, sollte man eine Duftkerze mit ätherischen Ölen wie Zitronengras, Lavendel, Nelken- oder Teebaumöl auf den Esstisch stellen. Die starken Duftstoffe dienen als natürliche Wespenabwehr.

Basilikum und Knoblauch: Es gibt einige starkriechende Lebensmittel, die Wespen nicht mögen. Dazu zählen vor allem auch Knoblauch und Basilikum, die perfekt zur Wespenabwehr eingesetzt werden können.

Wie gefährlich sind Wespen wirklich?

Wespenstiche können zwar schmerzhaft und wegen der Schwellung und des Juckreizes lästig sein, sie sind in der Regel aber nicht für alle Menschen gefährlich. Einfache Hausmittel wie Kühlpads oder Eiswürfel können bei einem Stich schnell für Abhilfe sorgen und eine eventuell auftretende Schwellung lindern. Für Allergiker kann ein Stich allerdings lebensbedrohlich werden und für nesselfieberartige Hautausschläge, Atemnot, Kreislaufprobleme, Erbrechen, Blutdruckabfall und einem gesteigertem Puls führen.

Wie unterscheiden sich Bienen von Wespen?

Nur auf den ersten Blick ähneln sich die Insekten in ihrem Aussehen. Bei genauerem Hinschauen aber, bemerkt man deutliche Unterschiede. Während die Wespe eine schlanke Körperform, auffällig schwarz-gelbe Streifen und es auf das menschliche Essen abgesehen hat, ist die Biene etwas „mächtiger“ im Körperbau, bräunlich, behaart und ernährt sich ausschließlich von süßen Pflanzensäften und Nektar.

Wespen und Hornissen – Was muss ich im Notall wissen?

Zu allererst: Gefährlich kann ein Hornissen- oder Wespenstich nur für Menschen werden, wenn sie im Mund- und Rachenraum gestochen wurden oder allergisch reagieren. Allergiker sollten daher immer ein haltbares Anti-Histaminikum griffbereit im Kühlschrank lagern und der Wespensaison, also im Hochsommer, mit sich führen. Die Reaktionen auf einen Wespenstich können vielfältig ausfallen und von Symptomen wie Rötungen oder Schwellungen bis hin zum anaphylaktischen Schock bei Wespenallergikern reichen.

Bauen Wespen jedes Jahr ein neues Nest?

Ja. Ein verlassenes Wespennest wird kein zweites Mal neu besiedelt und wird im Frühjahr, also nach der Winterruhe, von der überlebenden Königin neu gegründet. Verlassene Nester kann man also bedenkenlos entfernen.
Tipp: Damit sich Wespen nicht in Rollladenkästen ansiedeln, sollten eventuelle Schlupflöcher bereits im Frühjahr abgedichtet werden.

Wespen wirkungsvoll bekämpfen mit DFNT

Wespen haben einen schlechten Ruf. Sie gelten als zudringlich, gefräßig und angriffslustig und sind, anders als Bienen, kein gern gesehener Gast im Garten.

DFNT Wespen-Abwehr-Spray ist eine sichere und effektive Methode, um Wespen zu vertreiben und ist für die Anwendung im Innen- und Außenbereich geeignet. Das Spray kann präventiv oder im Akutfall angewandt werden. Der Inhaltsstoff Permethrin wirkt dabei einerseits als Wespen-Repellent. Die Insekten nehmen den Wirkstoff als unangenehm wahr und meiden damit behandelte Bereiche für bis zu drei Monate.

Andererseits werden Wespen durch direkten Kontakt mit Permethrin bewegungsunfähig. Damit ist DFNT WESPEN-ABWEHR-SPRAY ein effektives Insektizid und bietet lang anhaltenden Schutz vor Wespen in Haus und Garten.

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