Schon wieder Obstfliegen? Nicht unbedingt. Wer die kleinen schwarzen Plagegeister beim Gießen seiner Pflanzen aus dem Pflanztopf aufsteigen sieht, hat es vermutlich mit Trauermücken zu tun.

Die kleinen Fliegen sind lästig, aber harmlos. Ein weit größeres Ärgernis sind die Larven, die sich in den Zimmerpflanzen einnisten und Schäden an den Wurzeln anrichten. Junge und bereits geschwächte Pflanzen können dadurch vollständig eingehen.

Eine Bekämpfung ist notwendig. Dabei sollte von chemischen Mitteln Abstand genommen werden. Der Fokus liegt auf natürlichen Methoden, welche zwar die Trauermücken vernichten, jedoch keinen Schaden bei den Zimmerpflanzen und den Bewohnern anrichten können.

Grundlagen: die wichtigsten Fakten über Trauermücken und ihre Larven

Befinden sich Trauermücken in der Blumenerde, besteht Handlungsbedarf. Beim Umtopfen der Pflanzen werden die Schädlinge verteilt und so kann der Befall auf alle vorhandenen Zimmerpflanzen übergreifen. Um festzustellen, ob es sich auch wirklich um die Trauermücke handelt, sollten Pflanzenfreunde die Schädlinge zweifelsfrei identifizieren können.

  • Klassifizierung: gehört der Art der Zweiflügler an, zählt zur Unterordnung Mücken, auch als Trauerfliegen bekannt
  • Merkmale: kein Stechrüssel vorhanden, Männchen besitzen Flügel, Flug Stil taumelnd und wenig ausgeprägt
  • Aussehen der Mücken: schwarzer, schlanker Körper, untergliederte lange Beine und Fühler
  • Aussehen der Larven: glasig, weißlich mit schwarzer Kopfkapsel
  • Größe: zwei bis fünf Millimeter
  • Lebensraum: Pflanzenschädlinge, Larven leben in der Erde, feuchte Umgebung (Blumentöpfe, Moore, Felder, Wiesen)
  • Vorkommen: weltweit, auch in der Tundra und in trockenen Wüsten
  • Saison: Freiland nur im Sommer aktiv, in der Wohnung oder im Gewächshaus ganzjährig
  • Nahrung: abgestorbenes Pflanzengewebe, Pflanzenwurzeln (Larven)
  • Schadbild: Fraßschäden an den Wurzeln, Mangelerscheinungen, kümmerlicher Wuchs

So lässt sich ein Trauermücken-Befall erkennen

Meist wandern Trauermücken wenn es draußen kalt wird vom Garten ins Haus. Auf einen Befall mit der Trauermücke sollte aber nicht voreilig geschlossen werden. Es besteht optisch eine große Ähnlichkeit zu Fruchtfliegen. Ob es sich wirklich um Trauermücken handelt, wird deutlich, wenn die Blumentöpfe inspiziert werden.

Die Weibchen legen ihre Eier nämlich gerne in Blumenerde, da sich die Nachkommen von Wurzeln ernähren. Die weißlichen, glasigen Larven mit ihrer schwarzen Kopfkapsel sind bei genauem Hinsehen in der Erde erkennbar. Beim Gießen fliegen die erwachsenen Trauermücken auf. Dies wirkt etwas unbeholfen. Der taumelnde Flug-Stil hat den Zweiflüglern ihren Namen gegeben.

Diese Anzeichen lassen auf einen Befall mit Trauermücken schließen:

  • weißliche glasige Larven mit schwarzem Kopf im Substrat
  • kleine Mücken fliegen beim Gießen der Pflanzen auf
  • verkümmerter Pflanzenwuchs
  • eingegangene Keimlinge
  • hohl gefressene Stängel

Schadwirkung: diesen Schaden richten Trauermücken an

Die Schadwirkung wird oft nicht auf den ersten Blick erkannt. Dies kann schlimme Folgen haben und dazu führen, dass die Pflanzen komplett eingehen.

Der direkte Schaden setzt im Larvenstadium ein. Die Larven ernähren sich vom feinen Wurzelgeflecht der Pflanzen. Dadurch werden besonders Keimlinge und Stecklinge gefährdet. Diese besitzen nicht ausreichend Abwehrmechanismen und verkümmern.

In einem feuchten Milieu vermehren sich Trauermücken bevorzugt. Steigt ein modriger Geruch aus dem Substrat auf, werden die Schädlinge angelockt. Die Larven ernähren sich häufig von Rinden, Laub, Pilzen und anderem organischem Material.

Die Schadwirkung für die Landwirtschaft ist immens. Bei einem Befall drohen totale Ernteausfälle. Besonders betroffen sind Gemüsepflanzen oder Pilzkulturen. In Privathaushalten sind die Zimmerpflanzen gefährdet. Eine Gefahr für die Gesundheit sind die Trauermücken dagegen nicht.

Es gibt nicht nur Negatives zu vermelden: Im Freiland sorgen auf einer Fläche von einem Quadratmeter tausende Larven für die Zersetzung des Bodens. Damit gelten die Larven der Trauermücke als wichtiger Teil des Ökosystems der Erde. Das Alter der Trauermücken wird auf etwa 130 Millionen Jahre geschätzt. Die Mückenlarven können in Prozessionen von bis zu zehn Metern Länge auftreten. Einst wurden die Larven als Heerwurm bezeichnet.

Larven und Trauermücken bekämpfen

Wer Trauermücken loswerden möchte, muss komplex denken. Damit der Befall eingedämmt werden kann, sind nicht nur die Trauerfliegen selbst, sondern auch ihre Larven konsequent zu vertreiben. Hierbei greifen unterschiedliche Maßnahmen. Noch vor wenigen Jahrzehnten galten ausschließlich Insektizide als wirkungsvoll. Heute werden meist biologische Mittel verwendet. Auch mit Hausmitteln kann gegen Mücken und Larven vorgegangen werden.

Larven der Trauermücke bekämpfen

Zunächst gilt es, gegen die Larven vorzugehen. 

  • Backpulver: Backpulver ist ein bewährtes Hausmittel. Für die Anwendung gegen Trauermückenlarven muss das weiße Pulver nur auf die Oberfläche des Pflanzgefäßes gesiebt werden. Das angefeuchtete Backpulver wird von den Larven gefressen, was zu deren Absterben führt.
  • Teebaumöl: Teebaumöl hat in der Naturmedizin aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften einen festen Platz. Um Trauermückenlarven zu bekämpfen, werden auf einen halben Liter Wasser zehn Tropfen ätherisches Teebaumöl gegeben. Die Pflanzen werden mit der Lösung wie gewohnt gegossen.
  • Lavendelöl: Die mit Teebaumöl beschriebene Anwendung ist auch mit Lavendelöl erfolgversprechend. Ein positiver Nebeneffekt ist der angenehme Geruch dieses ätherischen Öls.
  • Neemöl: Neemöl entstammt einem tropischen Gewächs und hat sich bei der Bekämpfung der verschiedensten Insekten bewährt. Auf einen Liter Wasser werden lediglich zehn Milliliter Öl benötigt. Die Pflanzen werden bewässert wie gehabt. Dringt die Flüssigkeit in die Erde, werden die Larven vernichtet.
  • Knoblauch: Knoblauch enthält mit Allicin eine Schwefelverbindung, die Trauermückenlarven zuverlässig abtötet. Die Knoblauchzehe kann im Ganzen in die Erde gesteckt werden. Ebenso kann die Zehe in kleine Würfel geschnitten werden. Die Abschnitte werden dann auf dem Substrat verteilt. Die Dämpfe dringen mit dem Gießen zu den Mückenlarven vor.
  • Muskatnuss: Muskatnuss enthält mit Myristinsäure ebenfalls einen für Trauermückenlarven schädlichen Stoff. Das Muskatpulver wird auf die Erde rund um die Pflanze gestreut. Wird anschließend gegossen, dringt das Pulver schnell zu den Schädlingen vor.
  • Nematoden: Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die ins Gießwasser gegeben werden. Die Pflanzen nehmen keinen Schaden. Die Larven der Trauermücke werden abgetötet.

Trauermücken bekämpfen

Wurde gegen die Larven vorgegangen, steht die Bekämpfung der Mücken im Vordergrund. Auch hier können unterschiedliche Mittel zu Anwendung kommen.

  • Gelbsticker: Diese Methode ist einfach und wirkungsvoll. Die kleinen klebrigen gelben Kärtchen werden in den Boden der befallenen Pflanze gesteckt. Die Schädlinge werden angelockt und bleiben am Klebefilm haften.
  • Kaffeesatz: Kaffeesatz wird häufig zur Pflanzenpflege genutzt. Der Kaffeesatz wird zunächst getrocknet und dann auf den Boden rund um die Pflanze verteilt. Die Trauermücken werden daran gehindert, ihre Eier in den Boden abzulegen. Gleichzeitig ist Kaffeesatz ein willkommener Pflanzendünger.
  • Petersilie: Petersilie ist ein Würzkraut, welches in keiner Küche fehlen sollte. Wird Petersilie kleingehackt, werden Inhaltsstoffe freigesetzt, welche Trauermücken abschrecken. Das zerkleinerte Kraut muss dafür nur gleichmäßig auf der Pflanzerde verteilt werden.
  • DFNT Anti-Insekten-Spray: Die Tiere werden durch den Wirkstoff Permethrin sofort und nachhaltig vertrieben. Die Langzeitwirkung hält etwa drei Monate an. DFNT Anti-Insekten-Spray dafür einfach auf die unmittelbare Umgebung des Pflanzgefäßes sprühen, aber nicht auf die Erde selbst.

Insekten wirkungsvoll bekämpfen mit DFNT

Fast eine Million Insektenarten hat der Mensch bisher beschrieben und Forscher sind sich einig, dass da draußen noch mehrere Millionen weiterer Arten darauf warten, entdeckt zu werden. Viele von ihnen sind Nützlinge, die einen wichtigen Teil zum Ökosystem beitragen. Einige von ihnen gelten aber auch als Schädlinge, die man lieber nicht in Haus oder Garten haben möchte. In Menschennähe werden Insekten überwiegend als störend empfunden - Schaben, Fliegen, Asseln oder Käfer möchte wirklich niemand in seiner Nähe haben.

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Trauermücken und ihre Larven loswerden

Einige Methoden erweisen sich als besonders effektiv und sind gegen Mücken und Larven wirksam.

  • Streichhölzer: Abgebrannte Streichhölzer lassen sich ebenfalls bei ungebetenen Gästen in der Erde verwenden. Dafür das Streichholz mit dem Köpfchen voran an verschiedenen Stellen in den Topf stecken. Der enthaltene Schwefel tötet die Larven und verhindert eine erneute Eiablage.
  • Feinstrumpf: Wird der Blumentopf für mindestens sechs Wochen in einen Feinstrumpf gehüllt, können die Mücken keine Eier ablegen und die Larven können das Pflanzgefäß nicht verlassen.
  • Entsorgung: Bei einem starken Fall von Trauermücken bleibt nur eine letzte Lösung, um die anderen Pflanzen vor einem Befall zu schützen. Betroffene Pflanzen müssen dann gut verschlossen verpackt und entsorgt werden.

Weitere Tipps gegen Trauermücken

  • Eiablage erfolgt bevorzugt in Substrat mit hohem Anteil an Kompost
  • Trauermücken lieben Nässe, daher sollte Staunässe vermieden werden
  • Blumenerde aus dem Handel kann im Backofen sterilisiert werden
  • Gelbfallen sind meist auch in Supermärkten und Drogerien vorrätig
  • eine Schicht Vogelsand auf dem Substrat vertreibt Trauermücken

Trauermücken vorbeugen: die besten Maßnahmen

Damit es nicht zu einem Befall kommt, können Pflanzenfreunde einiges unternehmen:

  • hochwertige Blumenerde kaufen
  • Blumenerde gut verschlossen aufbewahren
  • Blumenerde nicht im Außenbereich lagen
  • beim Pflanzenkauf Substrat kontrollieren
  • Gießfehler vermeiden
  • Drainage aus Kies oder Tonscherben in den Gefäßboden geben
  • erneutes Bewässern erst, wenn der Boden abgetrocknet ist
  • fleischfressende Pflanzen anschaffen (Fettkraut)
  • Hydrokultur als Alternative zur Kultivierung in Blumenerde

Zusammenfassung und Fazit

Trauermücken sind unscheinbar und können auf den ersten Blick für Obstfliegen gehalten werden. Hat sich der Pflanzenschädling in den Topfpflanzen eingenistet, besteht Handlungsbedarf, denn die Larven schädigen die Pflanzen und dies kann bei jungen oder bereits angegriffenen Pflanzen zum Absterben führen. Für die Behandlung von Larven und Mücken greifen unterschiedliche Maßnahmen. DFNT Insektenspray ist gegen Trauermücken und ihre Larven zuverlässig wirksam. Auch Hausmittel können der natürlichen Bekämpfung dienen.

FAQ zum Thema Trauermücken

Was hilft gegen Trauermücken?

Trauermücken können mit natürlichen Mitteln bekämpft werden. Dazu zählen Backpulver und verschiedene ätherische Öle. Gegen die Larven haben sich Nematoden bewährt und erwachsene Mücken lassen sich mit Gelbtafeln bekämpfen.

Wie lange leben Trauermücken?

Die Lebenszeit der voll entwickelten Trauermücke bleibt auf einige Tage beschränkt. In dieser Zeit verlassen die Trauerfliegen das Pflanzgefäß, um sich zu paaren. Trauermücken sterben nach etwa drei bis sieben Tagen.

Wie sehen Trauermücken aus?

Auf den ersten Blick werden Trauermücken nicht selten für Fruchtfliegen gehalten. Die kleinen schwarzen Fliegen lassen sich sicher identifizieren, wenn sie sich in der Nähe von Blumentöpfen aufhalten. Die Larven sind weißlich und glasig, der Kopf ist schwarz.

Was sind Trauermücken?

Die Trauermücken gehören der Familie der Zweiflügler an und zählen zur Unterordnung der Mücken. Auf der ganzen Welt kommen etwa 1.800 verschiedene Arten vor. In Europa sind etwa 600 unterschiedliche Arten heimisch. Trauermücken sind Pflanzenschädlinge, die bevorzugt Zimmerpflanzen befallen.

Woher kommen Trauermücken?

Meist werden die Larven der Trauermücken eingeschleppt. Dies kann beim Kauf von Zimmerpflanzen oder Blumenerde geschehen. Da die Larven in der Erde verborgen sind, ist dies beim Kauf nicht erkennbar. Erst im warmen Zimmer und wenn die Pflanzen reichlich gegossen werden, krabbeln die fertig entwickelten Mücken aus der Erde und werden oft erst bei der Bewässerung bemerkt.

Wann schlüpfen Trauermücken?

Die Verpuppung der Trauermückenlarven erfolgt nach knapp zwei Wochen. Bereits fünf bis sechs Tage später schlüpfen die voll entwickelten Trauermücken.