Egal wie sie genannt werden – Mücke, Stechmücke oder Moskito – sie sind vor allem eines – lästig! Man kann mit ziemlicher Sicherheit behaupten, dass es niemanden gibt, der die Plagegeister leiden kann. Sie sind scharf auf unser Blut, ihre Stiche jucken wie Hölle und das Gesumme bringt einen um den Schlaf. Das kann so nicht bleiben, da muss doch was zu machen sein! Schauen wir uns die nervtötenden Insekten mal genauer an!

Die Mücke – uralter Parasit

Moskito Stich was tun

In 79 Millionen Jahren alten Bernsteinfossilien sind die ersten Vorfahren der Stechmücke entdeckt worden. Bis zum heutigen Tag haben sich die Blutsauger in ihrer Artenvielfalt enorm weiterentwickelt. Weltweit gibt es ungefähr 3500 Stechmückenarten, hierzulande etwa 50. 

Das einzige Lebensziel der weiblichen Tiere ist es, so viele Eier wie möglich zu produzieren, um die Nachkommenschaft zu garantieren. Mithilfe spezialisierter Mundwerkzeuge, dem stechend – saugenden Rüssel, durchbohren die weiblichen Tiere die Haut ihrer Opfer (Wirte), um Blut, für ihre Eier, zu saugen.

Für uns Menschen ist dieser Lebenserhaltungstrieb eine große Belastung und manchmal mit großen gesundheitlichen Problemen behaftet. Da beruhigt es uns auch nicht, dass Mücken als Nahrungsquelle für viele Vogelarten dienen.

Warum stechen Mücken?

Die lästigen Tiere haben es auf Warm- und Kaltblüter abgesehen, da sie für die Produktion ihrer Eier, Proteine benötigen. Es ist aber nicht die männliche, sondern die weibliche Mücke, vor der sich Mensch und Tier in Acht nehmen muss. Die Männchen ernähren sich ausschließlich von Nektar und anderen Pflanzensäften. Die weibliche Stechmücke dagegen benötigt alle 3 – 4 Tage frisches Blut, um ihre Eier mit Proteinen zu ernähren. Das Weibchen legt ihre Eier in Wasserstellen, stehenden Gewässern, Teichen, Regentonnen oder Pfützen ab, wo sie sich von der Larve, über die Puppe zum vollständigen Insekt (“Imago”) weiterentwickelt.

Mücken sind besonders in der Dämmerung und den Abendstunden aktiv und werden durch die Körperwärme und den Geruch von Schweiß angelockt. Je stärker der Körpergeruch, desto mehr Mücken werden angezogen. Und zum Leidwesen aller Frauen: Da ihre Körperwärme von  im Allgemeinen höher ist, sind sie auch anfälliger für Mückenstiche. 

Es gibt es Stechmückenarten, die ihren Wirt wechseln. Das heißt, dass Erkrankungen von Tieren auf den Menschen übertragen werden können. Eine Folge kann eine gefährliche Infektion sein.

Sind Mückenstiche gefährlich?

Lange Zeit war die Stechmücke in unseren Breitengraden eigentlich nur lästig, aber wenig gefährlich. Das hat sich durch die Entwicklung der Mobilität aber geändert. Das ganz Jahr über fahren Millionen von Menschen in den Urlaub in die ganze Welt, wo sie mit deutlich gefährlicheren Arten als unseren einheimischen Stechmücken rechnen müssen. Aber nicht nur Fernreisende haben sich mit den Gefahren von schweren Infektionen durch Mückenstiche auseinanderzusetzen. Auch in Europa haben sich inzwischen gefährliche Plagegeister eingenistet und verbreiten teilweise Krankheiten mit schweren Folgewirkungen.

Der Klimawandel und der damit einhergehende Temperaturanstieg schafft zunehmend bessere Bedingungen für die Neuansiedlung tropischer Stechmückenarten in Europa. Ein bekannter Vertreter ist die Asiatische Tigermücke, welche sich bereits seit ca. 10 Jahren im Mittelmeerraum gemütlich macht. Die Stiche der Asiatischen Tigermücke, die auch Tigermoskito genannt wird, sind im Prinzip nicht schlimmer oder schmerzhafter, als die der heimischen Stechmücke, die Tigermücke kann allerdings schwerwiegende Krankheiten, wie das Dengue-Fieber oder das West-Nilfieber übertragen. Beim West-Nilfieber, welches anfangs in Form von schweren Grippesymptomen auftritt, können aber auch weit gefährlichere Folgen im Krankheitsverlauf entstehen. Innere Blutungen, die nicht mehr gestillt werden können, führen unter ungünstigen Umständen zum Tod.

Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) infizieren sich jährlich zwischen 50 und 100 Millionen Menschen weltweit mit dem Dengue Virus. 500.000 davon weisen einen schweren Krankheitsverlauf auf, der bei ca. 22.000 Menschen zum Tod führt. Die meisten dieser Todesfälle passieren in afrikanischen und südostasiatischen Ländern, wobei auch Todesfälle aus europäischen Ländern zu beklagen sind. Andere schwere Infektionen, die von Moskitos vorwiegend im süd- und südostasiatischen Raum, in Zentral- und Südafrika und in Mittelamerika und Südamerika übertragen werden können, sind der Zika-Virus oder der Chikungunya-Virus. Beide Viren lösen schwere Infektionen aus, deren Behandlung sehr lange andauert.

Die kleine und relativ unscheinbare Sandmücke, die vor allem in den Tropen, Subtropen, aber auch im Mittelmeerraum beheimatet ist, kann ebenfalls eine schwerwiegende Infektionskrankheit auslösen. Bei der Leishmaniose kommt es – je nach Verlaufsform – zu einem Schleimhautbefall im Nasen- und Rachenbereich, zu Hautgeschwüren oder sogar zu schweren Leber-, Milz- oder Knochenmarkschäden. Das Fatale bei der Leishmaniose: Die ersten Symptome tauchen meist erst nach Wochen oder sogar Monaten auf.

Die bekannteste, von Stechmücken übertragene Tropenkrankheit ist Malaria. Die Anophelesmücke überträgt den Parasiten, Plasmodium. Schüttelfrost, Fieberschübe, Durchfall und sowohl Kopf- als auch Gliederschmerzen sind die Folge.

Warum jucken Mückenstiche?

Der eigentliche Stich tut nur wenig weh und wird manchmal sogar kaum oder gar nicht bemerkt. Weitaus schlimmer ist das darauf folgende, manchmal tagelang anhaltende Jucken an der Einstichstelle, das durch den Speichel und den darin enthaltenden Gerinnungshemmer verursacht wird, den die Mücke in unseren Körper spritzt, um unser Blut flüssig zu halten. Durch das Eindringen des Speichels wird ein Abwehrmechanismus unseres Körpers aktiviert und das Hormon Histamin ausgeschüttet. Die Freisetzung von Histamin löst das für uns lästige Jucken und die Quaddelbildung aus. 

Wie jede allergische Reaktion kann man auch Mückenstiche mit einem sogenannten Antihistaminika medikamentös behandeln, was aber in Anbetracht der meist doch geringen Gesundheitsgefährdung durch einen Mückenstich eher wie “mit Kanonen auf Spatzen schießen” wirkt und lediglich bei starken Allergikern Sinn macht.

 

Mückenstich – Was tun? Schnelle Hilfe bei Insektenstichen

Nach dem Stich einer Stechmücke treten häufig folgende Symptome auf: Juckreiz, Schwellungen, Rötungen und gelegentlich sogar Hautinfektionen. Und so unangenehm das Jucken auf der Haut auch ist: Bitte nicht kratzen! Erreger haben sonst ein Leichtes in den Körper zu gelangen und die Stelle kann sich entzünden. Die Auswirkungen von Mückenstichen sind unangenehm – keine Frage! Die gute Nachricht: es gibt einige einfache Hausmittel, die Linderung verschaffen und helfen den Juckreiz, die Rötung oder die Schwellung an der betroffenen Stelle zu mildern. Kühlende Gele oder Cremes verschaffen eine schnelle Linderung und reduzieren Schwellungen, Rötungen und das lästige Jucken.

Natürliche Maßnahmen gegen Insektenstiche:

  • Eine halbe Zwiebel auf die Stelle legen. Ihr Saft wirkt antibakteriell und lindert den Juckreiz und die Schwellung.
  • Aloe Vera ist ein bewährtes Hausmittel bei Mückenstichen: es kühlt und hilft, Juckreiz und Schwellungen zu lindern
  • Hitze kann den Juckreiz lindern, da das Protein, aus dem das Mückengift besteht, durch die Hitze zerstört wird. Hier kann man sich mit einem etwa 50 Grad heißen Löffel aushelfen oder entsprechende Heizstifte aus der Apotheke anwenden.
  • Gele oder Cremes, die es in Drogerien und Apotheken gibt, versprechen eine schnelle Linderung. Die Gele bzw. Cremes enthalten meistens den Wirkstoff Antihistaminika und wirken auf der betroffenden Stelle kühlend.
Zwiebeln helfen beim Mückenstich

Ein Mückenstich ist in der Regel kein Grund, um einen Arzt aufzusuchen. In einigen Fällen, gerade bei Komplikation oder allergischen Reaktionen, ist eine Behandlung beim Arzt aber unvermeidbar. Bei einem allgemeinen Krankheitsgefühl oder geschwollenen Lymphknoten, sollte eine Behandlung beim Arzt in Betracht gezogen werden. Auch, wenn eine Entzündung an der Einstichstelle auftritt und nicht innerhalb von drei Tagen wieder abklingt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie kann man Mückenstiche verhindern?

Mückenstiche sind unangenehme Begleiterscheinungen der warmen Sommermonate. Sie sind in der Regel nicht gefährlich, aber auf jeden Fall nervig und unangenehm. Zur Behandlung der Symptome, gibt es wie oben erwähnt, einige effektive Hausmittel. Damit es aber erst gar nicht zu Stichen kommt, können verschiedene Maßnahmen angewandt und einen wirksamen Schutz bieten.

Dazu zählen:

  • Insektenschutznetze über dem Bett
  • Fliegengitter an Fenster und Türen
  • Stichfeste, am besten imprägnierte Kleidung (helle lange Hosen und Hemden, Socken)
  • Klimaanlagen und Ventilatoren einschalten, da die Insekten kühle Luft meiden
  • regelmäßiges Duschen, da die Tiere von Schweißgeruch angezogen werden
  • stehende Gewässer meiden und Brutstätten wie Regentonnen oder Gartenteiche abdecken
  • starkduftende, pflanzliche Öle und Gewürze, wie Eukalyptus, Lavendel, Nelke, Zedernholz, Rosmarin oder Salbei sind effektive Hausmittel und können helfen, die Insekten zu vertreiben

Fallen locken Stechmücken an, um sie zu töten. Solche Fallen arbeiten auf verschiedene Weisen:

  • klebrige Streifen, die einen Lockstoff aussenden und an denen die Insekten festkleben
  • Lichtquellen, die unter Strom stehen
  • Ein einfaches Konstrukt, mit einem kleinen, trichterförmigen Eingang, durch den das Insekt leicht rein, aber kaum wieder heraus kommt. Angelockt wird sie von Lockstoffen wie z. B. einem Zucker-Hefe-Wasser-Gemisch.

Diese Arten des Schutzes vor Stechmücken haben den Nachteil, dass man immer in unmittelbarer Nähe sein oder sich ziemlich dick anziehen muss, um geschützt zu sein. Daher gibt es noch die Variante der chemischen Abwehr, um die lästigen Insekten zuverlässig zu vertreiben – unser Top-Tipp!

Chemische Abwehr in Form von Sprays, die in der Regel Duftstoffe enthalten, welche die Tiere nicht mögen und somit fernhalten. 

Der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid), wie er in DFNT MOSKITO-ABWEHR HAUT-SPRAY enthalten ist, ist ein zuverlässiger Mückenschutz. Großzügig auf die Haut aufgetragen entfaltet das Spray sofort seine Wirkung, die sogar bei starker Sonneneinstrahlung bis zu acht Stunden anhält. So schützt DFNT MOS
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zuverlässig vor heimischen und tropischen Mücken und beugt potenziellen Krankheiten vor.

Was hilft gegen das Jucken von Mückenstichen?

Um den Juckreiz zu lindern, sollte die Stelle sofort gekühlt und Kratzen weitestgehend vermieden werden. Der Speichel, der den juckenden Gerinnungshemmer enthält, könnte sich durch Kratzen verteilen und den Stich immer weiter anschwellen lassen. Das macht den Mückenstich nicht nur noch unangenehmer, sondern birgt auch die Gefahr, dass Bakterien leichter eindringen können. Kaltes Wasser oder der eigene Speichel gelten als Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Mückenstichen.

Wie lange dauert es bis ein Mückenstich weg ist?

Wie lange ein Mückenstich bemerkbar ist, hängt zum einen davon ab, wieviel Speichel der Moskito in die Hautstelle injiziert hat, zum anderen von der individuellen Reaktion und Befindlichkeit auf Mückenstiche. Bei einer allergischen Reaktion kann ein Stich schonmal ein paar Tage jucken.