Dass wir Wespen nicht besonders mögen ist kein Geheimnis und absolut nachvollziehbar. Sie nerven. Und ihre Stiche tun wirklich weh, können sich entzünden und brauchen bis zu einer Woche, um wieder abzuheilen. Allergiker nehmen direkt Reißaus oder müssen Hardcore-Chemiebomben am Start haben, um mögliche Risiken bis hin zum anaphylaktischen Schock so klein wie möglich zu halten. So sieht es bei uns Erwachsenen aus. Für Kinder und vor allem Babys multiplizieren sich unangenehme und gefährliche Folgen eines Stiches um ein Vielfaches.

Zur Erinnerung: So sehen die unbeliebten Tierchen aus

Wespen gehören wie Ameisen oder Bienen zu den staatenbildenden Insekten. Ihre Nester haben eine typisch länglich-runde Form, meist irgendwo hängend. Wie in allen Insektenstaaten sind die verschiedenen Aufgaben streng geregelt und verteilt: Bauarbeiter bauen das Wespennest, Wächter bewachen das Wespennest und Arbeiterinnen versorgen die Larven mit Nahrung. Die Wespenkönigin, die auch die Eier legt, ist die einzige, die den Winter überlebt und im anschließenden Jahr für das Aufkommen des neuen Staates verantwortlich ist.

Nicht zu verwechseln sind Wespen übrigens mit Bienen: Wespen haben eine deutliche gelb-schwarz gestreifte Färbung, während diese bei Bienen variiert und oft eher braune als gelbe Varianten beinhaltet. Bienen sind zudem “pelzig”. Soviel nur mal auf den ersten Blick.

Wann im Jahr werden Wespen für Kinder und Babys zum Risiko?

Kaum steigen die Temperaturen dauerhaft über 15-20°C, sind Geräusche der fliegenden Insekten, die sich allesamt auf Nahrungssuche begeben, nicht mehr zu überhören. Spätestens ab Juli gehören auch die ersten Wespen dauerhaft zu den Anwesenden.

Gerade nach langen Wintern und Schlechtwetterphasen zieht es uns natürlich auch wieder nach draußen und wer Kinder hat, der weiß sowieso: im Freien spielt es sich grundsätzlich am besten. Apfelsaftschorle, kleine Snacks, Süßigkeiten und Eis gehören ab jetzt zum Standard-Equipment von Kindern, als wären es feste Bestandteile ihrer eigenen kleinen Umlaufbahn. Wer jetzt auch immer dabei ist: Wespen.

Vor allem im Spätsommer, wenn sich die Nester der Wespen auflösen und die noch lebenden Arbeiterinnen auf Nahrungssuche einzeln durch die Gegend streunen ist Vorsicht angesagt: Egal ob Süßes oder Saures, Obst oder Getränke, alles, was im Freien steht, zieht die Wespen in Massen an.

Insgesamt kann man sagen: von Anfang Mai bis Ende September sind sie dabei.

Warum sind Wespenstiche für Kinder besonders gefährlich oder unangenehm?

Wespen stechen in erster Linie eigentlich, um sich oder ihr Nest zu verteidigen oder um Beute zu lähmen. Im Verteidigungsmodus verfolgen sie ihre Widersacher dabei sogar noch ein ganzes Stück.

Mit dem Stich injizieren sie ein Gift, welches grundsätzlich erstmal ca. zehnmal schwächer als das der Bienen ist. Trotzdem scheinen Wespenstiche oft viel stärkere Symptome zu verursachen, vor allem Schmerzen und Entzündungsreaktionen. Einzelne Stiche sind zwar nicht gefährlich, aber unangenehm und sehr schmerzhaft. Die Gefahr bedrohlicher toxischer Reaktionen ohne bestehende Allergie besteht nach heutigem Wissensstand bei Erwachsenen ab 100-500 Stichen und bei Kindern schon ab ca. 50 Stichen. Das könnte man vielleicht mit einem wütenden Wespenschwarm auslösen. Wenn man sich diese Wirkung von Wespenstichen nun bei einem Erwachsenen vorstellt und dann auf ein kleines Kind oder gar Baby umrechnet, dann ist schnell klar: Der viel kleinere Körper und das viel schwächere Immunsystem haben deutlich mehr an den Folgen eines Stiches zu knabbern. Hinzu kommt, dass ein Erwachsener eben doch die Zähne zusammenbeißt und weiß, dass es “nur” ein Wespenstich ist, dessen Folgen in ein paar Tagen verheilen. Ein Baby oder Kleinkind hat einfach nur extrem unangenehme Schmerzen, ohne sie zu verstehen.

Konnte man den Stich nicht verhindern, dann helfen gegen Wespenstiche bei Kindern wie beim Erwachsenen auch:

  • eine halbierte Zwiebel
  • Kühlen
  • Antihistaminika

Gefährlich – nicht nur für Kinder und Babys – wird es bei einer Allergie gegen Wespengift oder bei Stichen im Mundraum. Dann ist Lebensgefahr gegeben und man sollte schnellstmöglich professionelle Hilfe holen!

Noch besser als behandeln: Wespenstiche bei Babys vermeiden – die drei wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen

Man kann auf verschiedene Weisen Kinder und Babys vor Wespenstichen schützen:

Schützende Kleidung

In Gebieten, wo von vornherein mit Wespen zu rechnen ist, sollte man schon mit der Kleidung für einen ersten Schutz vor Wespen bei Kindern sorgen. Die Länge des Stachels beträgt bei den Wespen ca. 2,6 mm – dünne T-Shirts können hier also nur wenig bewirken, Jacken schon eher. Schuhe anstatt nackte Füße sind ein weiterer guter Schutz. Babys, die noch im Kinderwagen liegen, können perfekt durch ein Moskitonetz geschützt werden, das es auch in passenden Größen für Buggys und Babyschalen gibt.

Chemische Abwehr

Vor allem bei höheren Temperaturen ist klar, dass dicke Kleidung sich nicht immer als wirksamer Schutz gegen Wespenstiche eignet. Hier macht es Sinn mit Duftstoffen zu arbeiten, die in der Umgebung so aufgetragen werden, dass Wespen sich gar nicht erst nähern. Um das Auftauchen von Wespen präventiv zu verhindern, kann beispielsweise das DFNT WESPEN-ABWEHR SPRAY auf Gartenmöbel, Fensterrahmen und Fensterbänke oder Vorhänge gesprüht werden. Das Spray ist auf Wasserbasis und wirkt dank Knock-Down-Effekt unmittelbar bei Insektenkontakt. Als Repellent vertreibt es Wespen außerdem über seinen Duft, den die Tiere als äußerst unangenehm empfinden.

Mitdenken

Wenn schon klar ist, wovon Wespen angelockt werden, so sollte man dafür sorgen, dass diese Leckerbissen gut verschlossen aufbewahrt sind und in der Wespen-Hochsaison am besten gar nicht erst mit nach draußen genommen werden. Der Verzicht scheint schwer, aber gerade, um Babys und Kinder vor Wespen zu schützen, sollte man für diese Zeit im Jahr auf allzu ausgedehnte Gelage im Freien verzichten.