Vor etwa 30 Jahren sprach kaum jemand von Bettwanzen und die kleinen Blutsauger waren nahezu ausgestorben. Heute kehren die Parasiten als Folge der Globalisierung zurück in unsere Räume. Sie werden immer resistenter gegen Insektizide und lassen sich daher schwerer bekämpfen.

Ein einziges weibliches Tier im Schlafzimmer genügt, um Hunderte Nachkommen in die Welt zu setzen. Meist werden Bettwanzen erst entdeckt, wenn die Plage bereits ihren Lauf genommen hat und die Parasiten nachts fleißig zustechen oder die ersten allergische Reaktionen sichtbar werden.

Bettwanzen werden oft verkannt, mit anderen Insekten verwechselt, verharmlost oder mangelnden hygienischen Standards zugeschrieben.

Der folgende Ratgeber möchte mit Vorurteilen aufräumen und umfassend über die Bettwanze, deren Erscheinungsbild, Vorkommen aufklären und Tipps zur Bekämpfung geben.

Grundlegende Informationen zu Bettwanzen

Sind Bettwanzen einmal in die Wohnungen gelangt, wird man sie so schnell nicht wieder los. Die blutsaugenden Insekten sind ganzjährig aktiv und nutzen den Menschen als Hauptwirt. Dabei können sie lange Hungerperioden auf sich nehmen und zeigen sich erstaunlich widerstandsfähig und robust.

Damit die Bettwanze erkannt und von anderen Schädlingen unterschieden werden kann, folgen einige grundlegende Informationen.

Definition von Bettwanzen

Bettwanzen gehören der Familie der Plattwanzen an. Die Parasiten sind beinahe auf der ganzen Welt verbreitet. Dort findet man sie vorwiegend in menschlichen Behausungen und in der Nähe der Schlafplätze.

Einige Arten von Bettwanzen können auch auf tierische Wirte ausweichen und fallen jedoch durch ihre räuberische Veranlagung auf. Hierbei handelt es sich um die blutsaugenden Bettwanzen, die nicht nur unseren Schlaf nachhaltig stören, sondern auch Krankheiten übertragen können. Die meisten Bettwanzen sind Pflanzensaftsäuger, die bei einem Massenauftreten Schäden an Kulturpflanzen anrichten, z. B. Spitzling an Getreide, Beerenwanze an Beerenobst, Kohlwanze an Kohl.

Durch mangelnde Hygiene wird das Auftreten von Bettwanzen begünstigt. Unzureichende Sauberkeit ist aber kein primäres Kriterium für das Vorkommen der hämatophagen Ektoparasiten.

Bettwanzen: Namensbedeutung

Diese Plattwanzen haben ihre Bezeichnung erhalten, weil sie sich vorwiegend an den Schlafplätzen des Menschen aufhalten. Die Lebensweise der Parasiten zwingt zur Bindung an menschliche Lebensräume.

Aussehen von Bettwanzen

Bettwanzen können etwa fünf bis acht Millimeter groß werden und besitzen eine birnenförmige Form. Die Männchen sind mit bis zu sechs Millimetern kleiner als die weiblichen Tiere. Die Parasiten sind flugunfähig und besitzen stark zurückgebildete Flügel. Der Körper erscheint abgeplattet. Dies hat der Bettwanze den Beinamen “Tapetenflunder” eingebracht.

Jüngere Parasiten sind von blasser Farbe. Die älteren Tiere erscheinen rot-braun gefärbt. Nach einer Blutmahlzeit verdickt sich der Körper und die Farbe intensiviert sich in ein auffälliges Rot-Schwarz. So sind ausgewachsene und mit Blut vollgesogene Bettwanzen gut zu erkennen.

Lebensweise von Bettwanzen

Bettwanzen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von sechs bis zwölf Monaten. Zu unserem Leidwesen sorgen sie in diesem Zeitraum für reichlich Nachwuchs. Täglich legen die Weibchen ihre Eier ab. Eine weibliche Bettwanze kann im Laufe ihres Lebens etwa 150 Eier produzieren. Die Bettwanzeneier sind nur 0,5 Millimeter groß und damit mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Die Eiablage erfolgt in den nachfolgend noch erwähnten Verstecken oder in der unmittelbaren Umgebung dieser Unterschlüpfe.

Aus den Bettwanzeneiern schlüpfen die cirka einen Millimeter großen Wanzen. Die Temperatur und Nahrungsquellen bestimmen dabei das Wachstum der Larven. Bei einer Raumtemperatur von etwa 22 Grad dauert es ungefähr 14 Tage, bis die Larven dieser Wanze schlüpfen, rund acht Wochen bis sie ausgewachsen sind. Bis ein ausgewachsenes Tier daraus wird, folgen diesem Juvenilstadium weitere vier Häutungen. Während dieser Zeit durchlaufen die Larven fünf Entwicklungsstadien, wobei sie pro Stadium mindestens einmal Blut aufnehmen müssen. Dabei nehmen die Wanzen deutlich an Größe zu und lassen sich dadurch auch besser ausmachen.

Ernährung von Bettwanzen

Bettwanzen ernähren sich allein von Blut. Vor jeder anstehenden Häutung brauchen sie eine neue Blutmahlzeit. Dazu werden die ausgesuchten Verstecke bevorzugt bei Nacht verlassen. Nachdem die Wanze Blut gesaugt hat, zieht sie sich in die Verstecke zurück. Dort leben die Bettwanzen meist in größeren Ansammlungen.

Selbst ein mehrwöchiges Fernbleiben der Wohnung würden die Parasiten überleben. Die Tiere überstehen über mehrere Monate reichende Hungerperioden.

Arten von Bettwanzen

Die Bettwanze gehört der Gattung Cimex an. Neben der beschriebenen Hauswanze gehören dieser Gattung 15 weitere Arten an. Neben der Bettwanze (Cimex lectularius) ist mit Cimex hemipterus eine weitere Art auf menschliches Blut als Nahrungsquelle angewiesen. Diese Wanzen kommen vorwiegend in tropischen Gefilden vor.

Auch andere Blutsauger, die sich nur schwer von Bettwanzen unterscheiden lassen, können den Weg in das heimische Schlafzimmer finden. Dabei ist von Tauben-, Schwalben- oder Fledermauswanzen die Rede. Verlassen die Schwalben ihre Nester, bleiben die Wanzen dort zurück und nutzen den Menschen als Zwischenwirt.

Vorkommen von Bettwanzen

Bettwanzen kommen nahezu weltweit vor. In Europa gibt es ca. 3000 verschiedenen Wanzenarten, weltweit sind es ca. 40.000. Abgesehen von der Antarktis, gibt es keinen Lebensraum, an dem sich die Insekten nicht wohlfühlen. Die Verbreitung nach Norden hin ist bis zum 65. Breitengrad nachgewiesen. Im Alpenraum finden sich Bettwanzen beinahe bis in 2.000 Metern Höhe. Die ursprüngliche Heimat der Bettwanzen sind die Tropen. Daher ist ihr bevorzugter Lebensraum ein feucht-warmes Milieu, denn die meisten Wanzen sind wärme- und trockenheitsliebend.  In unseren Breiten bleibt das Vorkommen meist auf bewohnte und gut temperierte Wohnungen und Hühnerställe beschränkt. Meist lebt die Bettwanze in Wohnräumen. Seltener sind Vorkommen in Stallungen belegt. Auch in Fledermaushöhlen konnten die Parasiten nachgewiesen werden.

Bettwanzen sind keine alleinige Frage mangelnder Hygiene. Die Parasiten treiben auch in den gepflegtesten Wohnbereichen ihr Unwesen, wenn sie versehentlich eingeschleppt werden und sich beispielsweise als blinder Passagier im Urlaubskoffer verstecken. In einem sauberen und cleanen Wohnumfeld wird es allerdings leichter fallen, die Eindringlinge zu entdecken und gezielt zu bekämpfen. Defekte Dielenbretter oder lose Tapeten können Bettwanzen eine Unterschlupfmöglichkeit bieten. Dann sind die nachtaktiven Schädlinge kaum auszumachen und können sich ungestört vermehren.

Bettwanzen im Haus und in der Wohnung: Auftreten und Verstecke

Bettwanzen bleiben in Wohnungen häufig lange Zeit unentdeckt. Am Tag sind die Parasiten kaum sichtbar. Erst bei Dunkelheit verlassen sie ihre Verstecke, auf der Suche nach ihrer nächsten Blutmahlzeit.

Wer die bevorzugten Verstecke von Bettwanzen kennt, kann gezielt dagegen vorgehen und kennt bald die Ursache für immer wiederkehrendes Hautjucken und unschöne Schwellungen und Quaddeln. Diese Verstecke suchen Bettwanzen am liebsten auf:

  • Bettgestelle
  • Matratzennähte
  • Kissen und Decken
  • Teppiche
  • Tapeten
  • Sockelleisten
  • Polstermöbel
  • Wäschekörbe
  • Schuhe
  • Kleidung
  • Koffer, Taschen und Rucksäcke
  • Steckdosen
  • ungenutzte Bohrlöcher
  • Gardinen und Jalousien
  • Bücher, Bilderrahmen und Poster
  • Plüschtiere

Im Schlafzimmer finden sich die häufigsten Verstecke von Bettwanzen, denn die bevorzugten Orte für Bettwanzen sind, wie der Name sagt, Betten und Matratzen.

Dort herrschen ideale Bedingungen. Durch die Körperwärme und den Geruch des Menschen werden die Wanzen in der Nacht angelockt, während sie sich tagsüber im Schutz der Dunkelheit verborgen halten. Durch die Ausdünstungen während des Schlafes bildet sich in den Betten Feuchtigkeit. Die Eiablage erfolgt dann in den Nähten der Matratzen oder auch direkt auf Kissen und Bettdecke.

Bei Tage verstecken sich die lichtscheuen Parasiten gern und nutzen hierfür Sockelleisten, die Ritzen von Polstermöbeln oder Rucksack und Wäschekorb. Auch verschwitzte Kleidung oder feuchte Schuhe dienen Bettwanzen als Versteck. Am wenigsten vermutet werden die Parasiten in Steckdosen oder Bohrlöchern.

Warum immer mehr Bettwanzen auftreten

In den 80er und 90er Jahren galten Bettwanzen in Mitteleuropa als mehr oder weniger ausgerottet. In den letzten 20 Jahren hat sich diese Plage in den Industrienationen des Westens stark in unseren Schlafzimmern ausgebreitet. 

Forscher des Umweltbundesamtes in Berlin beobachteten ein dramatisches Ansteigen und Ausbreiten der Bettwanze in ganz Europa. Besonders besorgniserregend ist der Umstand, dass Wanzen eine immer stärker werdende Resistenz gegen gängige Insektizide entwickeln. Das heißt, dass sie sogar einen Besuch eines Schädlingsbekämpfers bzw. Kammerjägers überleben können. Verantwortlich sind wir Reisenden. Bettwanzen sind immer öfter ein ungewolltes Mitbringsel von Reisen oder Ausflügen. Die kleinen Blutsauger verstecken sich in Koffern, Reisetaschen und Kleidung, um sich am Zielort im Schlafzimmer einen Lebensraum zu schaffen. Eine einzige Bettwanze kann Bettwanzeneier für bis zu 150 Nachkommen in sich tragen. Darüber hinaus sind Secondhand-Möbel, Antiquitäten oder auch Secondhand-Kleidung Kontaminationszentren für Blattwanzen.

Einen Bettwanzenbefall erkennen

Ein Bettwanzenbefall wird selten offensichtlich. Daher ist von vorschnellen Diagnosen abzusehen. Werden unüberlegte Gegenmaßnahmen eingeleitet, lässt sich der Befall der Parasiten meist nicht unter Kontrolle bringen. Für alle Schädlinge gibt es entsprechende Mittel, die gezielt angewendet werden müssen.

Schädlichen Befall erkennen

Bettwanzen werden nur selten bei Tage durch die Wohnung spazieren und damit offensichtlich erkannt. Die meiste Zeit halten sie sich in den beschriebenen Verstecken auf und werden nur und wenn überhaupt durch Zufall entdeckt. Am ehesten lassen sich die Blutsauger auf dem Bett selbst oder an der Wand ausmachen.

Werden nach Verlassen des Bettes am Körper Stiche oder Bisse bemerkt, wird nicht vordergründig an Bettwanzen gedacht. Deutet die Jahreszeit weniger auf Mückenstiche oder andere Insektenbisse hin, liegt der Verdacht eines Bettwanzenbefalls nahe. Unser Artikel Ungeziefer: Schädlinge erkennen und bekämpfen könnte hier auch weiterhelfen.

Bettwanzen im Haus erkennen

Bettwanzen werden vom menschlichen Geruch angezogen und in die beheizten Wohnungen gelockt. Den Weg dorthin finden sie aber meist nicht allein, sondern durch die direkte Mithilfe des Menschen. Häufig landen Bettwanzen als unerwünschtes Mitbringsel im Urlaubskoffer.

Auch an der Kleidung haftend, können die Parasiten ins Haus gelangen. Dabei muss es sich nicht um ausgewachsene Tiere handeln. Auch die mikroskopisch kleinen Bettwanzeneier können auf diesem Wege in die Wohnung eingeschleppt werden.

So lässt sich ein Befall mit Bettwanzen im Haus erkennen:

  • Kotspuren: Der dunkle, krümelige Wanzenkot findet sich in der Nähe der Wanzen-Verstecke. Besonders zahlreiche Kotspuren hinterlassen die Parasiten an der Unterseite der Matratzen.
  • Geruch: Fühlen sich Bettwanzen gestresst oder gestört, sondern sie einen süßlichen Geruch ab. Dieser Duft wird häufig mit dem des Korianders verglichen. In einem von Bettwanzen befallenen Zimmer kann der Geruch meist deutlich wahrgenommen werden und verbreitet sich mit der Zeit in allen Wohnräumen.
  • Bisse: Auf das Aussehen der Wanzenbisse wird im Folgenden noch eingegangen. Die Bisse können sogar unbemerkt verlaufen. Meist treten jedoch Rötungen und Juckreiz auf. Typisch für den Biss der Bettwanze ist eine wie aufgereiht erscheinende Anordnung der Bissspuren. Bettwanzenbisse verursachen eine reihenartige Anordnung von Bissstellen, sogenannten Wanzenstraßen
  • Blutspuren: Beim Bettwanzenbiss tritt Blut an der Bissstelle aus.
  • Tote Wanzen oder abgestorbene Nymphenhäute weisen auf den Bettwanzenbefall hin
  • Bettwanzeneier: Auch, wenn sie nur schwer zu erkennen sind, Bettwanzeneier sind ebenfalls ein Hinweis auf Bettwanzen. Ein Weibchen legt bis zu 12 Eier an einem Tag und kommt auf bis zu 200 während ihres gesamten Lebens. Bettwanzeneier sind ca. 1 mm groß, leicht transparent, klebrig und Cremeweiß.

Bettwanzen im Haus frühzeitig zu erkennen, ist nahezu unmöglich. Zur Belästigung werden die Bettwanzenstiche erst, wenn mehrere Tiere am Werk sind und eine entsprechende Vermehrung stattgefunden hat.

TIPP: Um festzustellen, ob sich Bettwanzen im Bett oder in der Wohnung befinden, kann das Bettgestell mit doppelseitigem Klebeband an den Beinen ausgerüstet werden. Die Tierchen können somit nicht mehr vom Boden ins Bett krabbeln und bleiben auf dem Klebeband kleben.

Bettwanzen am Menschen erkennen

Ein Mücken- oder Wespenstich entgeht niemandem. Der Einstich der Bettwanzen dagegen ist meist nicht zu spüren. Die sich daraus entwickelnde Hautreaktion ist von Fall zu Fall verschieden.

Meist treten Bettwanzenstiche an folgenden Körperteilen auf:

  • Arme
  • Beine
  • Hände
  • Hals

Ein Befall mit Bettwanzen kann deutlich am Vorhandensein von Kotspuren, Häutungshüllen und an den ausgewachsenen Tieren erkannt werden. Häufig lassen sich kleine Blutflecke auf der Bettwäsche oder dem Pyjama entdecken.

Meist treten nach dem Einstich rötliche Pusteln unterschiedlicher Größe auf. Die Hautstellen jucken und können einen Durchmesser von bis zu zwei bis drei Zentimetern umfassen. Auch das Auftreten von Quaddeln und Blasen ist möglich. Einige Menschen zeigen keine Reaktion auf den Stich. Bei wieder anderen vergehen mehrere Tage, bis die Hautreaktion deutlich wird.

Aufgrund der Vielgestaltigkeit der Hautreaktionen ist eine eindeutige Diagnose nicht möglich. Besonders im Sommer kann eine ganze Reihe an weiteren Insekten für die Stiche verantwortlich sein. Eigentlich „stechen“ Bettwanzen auch nicht: Mit ihrem besonders ausgebildeten Mundwerkzeug beißen die Tiere in die Haut des Menschen und hinterlassen typische Anzeichen. Diese Anzeichen deuten auf den Biss der Bettwanze hin:

  • Erhebungen oder Quaddeln auf der Haut
  • nächtliche Bissattacken
  • Schwellungen
  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Stiche sind in Reihen angeordnet (Wanzenstraße)
  • Bisse an verschiedenen Körperstellen durch mehrere Wanzen
Bettwanzen Bisse Wanzenstraße

Bettwanzen bekämpfen

Die Bekämpfung von Bettwanzen gestaltet sich schwierig. Nicht zuletzt deshalb, weil die Schädlinge oft viel zu spät erkannt werden und sich massiv ausgebreitet haben. Selbst erfahrene Schädlingsbekämpfer sind dann vor eine Herausforderung gestellt.

Bei einem Verdacht auf Bettwanzen ist umgehendes Handeln erforderlich. Dann können die eingesetzten Mittel Wirkung zeigen. Zu einer professionellen Schädlingsbekämpfung ist zu raten, denn alle Nester müssen aufgespürt werden. Bei einem starken Befall kann es notwendig werden, Betten oder Polstermöbel komplett zu entsorgen.

Gegen Bettwanzen vorgehen – so geht’s

Bei der Bekämpfung von Bettwanzen sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Neben einigen einfachen Hausmitteln bringt die Anwendung von Insektiziden nachhaltigen Erfolg.

WICHTIG: Überlebt auch nur ein Weibchen, geht der ganze Wahnsinn von vorne los und der Schädlingsbekämpfer muss erneut anrücken. In der Regel sind mehrere Behandlungen notwendig, um die Tiere vollständig zu bekämpfen.

Hausmittel gegen Bettwanzen

Die meisten Hausmittel bleiben bei der Bekämpfung von Bettwanzen erfolglos. So sollte nicht versucht werden, die Parasiten mit eher zweifelhaften Methoden zu bekämpfen.

Gegen einen leichten Befall können folgende Hausmittel helfen:

  • Kurkuma
  • Hitze
  • Kälte

Kurkuma ist ein bewährtes Heilmittel. Verantwortlich für die positiven Eigenschaften ist der Inhaltsstoff Kurkumin. Das gelbe Kurkumapulver wirkt antimikrobiell und der Auftrag führt zum Absterben der Bettwanzen, weil die Parasiten nicht mehr atmen können. Kurkumapulver wird hierzu großflächig auf die befallenen Textilien gestreut und nach einer kurzen Einwirkzeit gründlich abgesaugt. Der Staubsaugerbeutel wird umgehend entsorgt.

Bettwanzen flüchten vor hohen Temperaturen. Bei Werten über 30 Grad treten sie die Flucht an. Dies kann erreicht werden, indem das Bettzeug in der prallen Mittagssonne auslüftet.

Kälte schadet Bettwanzen ebenso. Kleidungsstücke oder kleinere befallene Gegenstände werden mehrere Tage ins Gefrierfach gelegt. Bei Temperaturen um -18 Grad sterben ausgewachsene Tiere wie Eier ab.

Die Verwendung von Insektiziden

Mit Schädlingsbekämpfungsmitteln lässt sich gezielt und zuverlässig gegen Bettwanzen vorgehen. Wichtig ist, dass die Präparate eine Langzeitwirkung besitzen. Dies ist bei dem DFNT Bettwanzenspray gegeben. Dieser muss nur alle drei Monate angewendet werden. Bettwanzen auf Matratzen, Bettzeug und Textilien werden durch den Knock-Down-Effekt sofort beseitigt.

Dabei ist der auf Wasserbasis entwickelte Spray geruchsneutral und biologisch abbaubar. Auch empfindliche Oberflächen wie Gardinen oder Lederschuhe können damit behandelt werden. Die Anwendung ist denkbar einfach. Durch den feinen Sprühkopf verteilt sich das Mittel optimal und tropft nicht.

Um Bettwanzen komplett auszurotten, müssen alle Verstecke gefunden werden. Dies ist oft nur mithilfe eines professionellen Schädlingsbekämpfers möglich und kann einiges an Aufwand bedeuten. Eventuell müssen Möbelstücke verrückt, Scheuerleisten abmontiert und Tapeten und Steckdosen entfernt werden.

Bettwanzen wirkungsvoll bekämpfen mit DFNT

Bettwanzen sind Parasiten und treten als Zivilisationsfolger vor allem in der Nähe von Menschen auf. Die Tiere kommen fast überall auf der Welt vor, sogar in sehr kalten Regionen und extremer Höhe sind sie schon nachgewiesen worden. Bettwanzen sind äußerst robust und können bis zu 40 Wochen ohne Nahrung überleben. Sie sind nachtaktiv und saugen das Blut ihres Wirtes, während dieser schläft.

Tagsüber ziehen sich Bettwanzen in lichtgeschützte Bereiche zurück, wie beispielsweise in die Matratze, sodass ein Befall von Wanzen oft lange Zeit unbemerkt bleibt. Bettwanzenbisse bleiben ebenso eine gewisse Zeit unbemerkt, weil man sie nicht direkt spürt und Rötungen und Juckreiz erst Tage später auftreten. Sehr empfindliche Menschen können bei einem Bettwanzenbiss auch von Hautentzündungen, allgemeinem Unwohlsein oder sogar Sehstörungen betroffen sein. Meist werden direkt mehrere Bettwanzenbisse bemerkt, die sich oft in einer Linie hintereinander befinden. Doch schon bei einem einzigen Stich ist es höchste Zeit zu handeln, denn Bettwanzen können sich explosionsartig vermehren und innerhalb kürzester Zeit ganze Wohnungen und Häuser infizieren. Der Befall ist dann nur noch mithilfe eines Schädlingsbekämpfers unter Kontrolle zu bekommen.

In Bettwanzen konnten bislang 28 verschiedene Krankheitserreger nachgewiesen werden, darunter Hepatitis B und C und sogar das HI-Virus. Eine Übertragung durch eine Bettwanze auf den Menschen konnte bislang allerdings nicht belegt werden. DFNT Anti-Bettwanzen-Spray hilft sofort gegen eine Befall von Bettwanzen. Bei geringem Bettwanzenbefall genügt bereits eine Anwendung mit dem Insektizid, um die Wanzen vollständig zu entfernen und einem neuen Befall vorzubeugen. Bei sehr starkem Befall können Mittel für den Hausgebrauch nicht mehr helfen, in diesem Fall muss ein Schädlingsbekämpfer bzw. Kammerjäger zur Bettwanzenbekämpfung hinzugezogen werden.

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Prävention: Bettwanzen vorbeugen

Damit Bettwanzen nicht in die Wohnung gelangen, kann einiges getan werden. Im Gegensatz zu Motten oder Mücken sind es nicht die geöffneten Fenster, welche den flugunfähigen Blutsaugern den Weg in die Wohnung ermöglichen.

Meist reisen Bettwanzen als blinde Passagiere vom Urlaub mit nach Hause. Deshalb sollte das Hotelzimmer am besten sofort nach der Ankunft auf Bettwanzen überprüft und ggf. gewechselt werden. Hilfreich sind auch Sprays mit dem Wirkstoff Permethrin, welche als Abwehrmittel gegen Bettwanzen eingesetzt werden. Kleidungsstücke, Rucksäcke oder Koffer können damit vorbeugend eingesprüht werden. Nach der Urlaubsrückkehr am besten alles in die Waschmaschine geben und wenn möglich bei mindestens 60 Grad waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, können Reisekoffer, Rucksäcke und größere Textilien auch in die Tiefkühltruhe gegeben werden, denn auch Kälte ist eine wirkungsvolle Maßnahme zur Bekämpfung der Parasiten.

Auch gebraucht gekaufte Kleidungsstücke oder Möbel aus Secondhand-Geschäften können Bettwanzen den Weg in die heimischen Vierwände ermöglichen.

Durch folgende Maßnahmen kann Bettwanzen vorgebeugt werden:

  • Hotelauswahl und Hygienestandards der Unterkunft inspizieren
  • Hotelzimmer auf Bettwanzen kontrollieren
  • Gepäckstücke im Urlaub verschlossen aufbewahren
  • Bei bestätigtem Bettwanzen-Befall Hotelzimmer wechseln
  • Koffer daheim in der Badewanne auspacken
  • Auf mögliche Hautreaktionen achten
  • Potentielle Wanzenverstecke überprüfen
  • Gebrauchte Kleidungsstücke und alles was in die Waschmaschine darf sofort nach der Urlaubsrückkehr, bei 60 Grad waschen. Eine Behandlung mit Wärme ist nämlich eine effektive Methode zur Bettwanzenbekämpfung
  • Kleinere Dinge, wie z. B. Kosmetiktaschen mit Kälte behandeln und ein bis zwei Tage in die Tiefkühltruhe geben. Kälte ist für Wanzen absolut tödlich!
  • Sind sperrige Dinge wie Koffer oder Sofakissen befallen, muss der Kammerjäger anrücken

Zusammenfassung & Fazit

Bettwanzen können jeden treffen. Meist gelangen die blutsaugenden Parasiten mit dem Urlaubsgepäck in das eigene Zuhause. Die Wanzen leben vom Blut ihres Wirts und sind dabei nachtaktiv. Sie können sehr lange ohne Blutmahlzeit auskommen und überleben in Bettgestellen, Polstermöbeln oder hinter Sockelleisten.

Bettwanzenstiche verursachen Hautreaktionen unterschiedlichen Ausmaßes. Eine sofortige und gründliche Beseitigung ist notwendig. Dabei können professionelle Schädlingsbekämpfungsmittel wie das DFNT Spray helfen.

5 Fakten über Bettwanzen

  1. Die einzige Nahrungsquelle von Bettwanzen ist menschliches Blut.
  2. Meist werden Bettwanzen von draußen eingeschleppt.
  3. Bettwanzen sind kein Hinweis auf mangelnde hygienische Zustände.
  4. Bettwanzen können nicht fliegen und sind nachtaktiv.
  5. Die Stiche der Blutsauger übertragen keine Krankheiten.

Häufige Fragen zum Thema Bettwanzen

Woher kommen Bettwanzen?

Die meisten Bettwanzen gelangen mit dem Urlaubskoffer in das eigene Zuhause. Vorsicht gilt nicht nur in Hotels, sondern auch in Schulen, Bibliotheken und Flugzeugen, wo Rucksäcke und Koffer abgestellt werden. Auch mit gebrauchten Kleidungsstücken kann man sich die Parasiten ins Haus holen.

Welche Bedingungen begünstigen einen Bettwanzenbefall?

Bettwanzen werden in der Regel meist unbemerkt mit dem Reisegepäck in die Wohnung eingeschleppt und nisten sich dort vorzugsweise in Betten, Matratzen, hinter lockeren Tapeten, Holzverkleidungen, Ritzen oder Spalten ein. Bettwanzen werden also nicht durch mangelnde Hygiene bedingt, die Tierchen können sogar in den gepflegtesten Umgebungen vorkommen. In einer aufgeräumten und übersichtlich gestalteten Wohnung kann ein Vorkommen jedoch schneller erkannt und bekämpft werden.

Wie sehen Bettwanzen aus und wie werde ich sie los?

Die Insekten sind wenige Millimeter groß, besitzen sechs Beine und einen abgeflachten Rumpf. Die Färbung ist gelbbraun bis rötlich. Nach einer Blutmahlzeit erscheinen die Bettläuse beinahe schwarz.

Um Bettwanzen gezielt auszurotten, sind professionelle Schädlingsbekämpfungsmittel die beste Wahl.

Wie sehen Bettwanzen Stiche aus?

Die Stiche können ganz unterschiedlich aussehen, da jeder Mensch eine andere Hautreaktion zeigt. Von kleinen Pusteln bis zu mehreren Zentimetern großen Beulen und Quaddeln ist alles möglich. Daher lässt sich ein Bettwanzenstich auch nicht deutlich von anderen Insektenstichen abgrenzen. Einen sicheren Hinweis liefern mehrere nebeneinander liegende Stiche, sogenannte Wanzenstraßen.

Was tun bei Bettwanzen Stichen und Bissen?

Bei einigen Menschen treten kaum Reaktionen auf. Daher muss auch nichts unternommen werden. Für die Behandlung von Juckreiz und anderen Begleitbeschwerden sind verschiedene Salben erhältlich. Hierbei sind die Angaben der Hersteller zu beachten. Generell sollten die Bisse nicht aufgekratzt werden. Hier kann es helfen, ein Pflaster auf die betroffene Stelle zu kleben. Auch eine kalte Dusche lindert heftigen Juckreiz.

Welche gesundheitlichen Folgen können Bettwanzenbisse haben?

Bettwanzenbisse sind zwar in der Regel schmerzfrei, verursachen aber einen starken Juckreiz und hinterlassen unschöne Quaddeln und Blasen auf der Haut. Diese Reaktion wird durch den Speichel der Bettwanzen hervorgerufen, welcher einen Stoff enthält, der die Blutgerinnung hemmt. Die auftretenden Symptome können bis zu 10 Tage andauern.

Wo verstecken sich Bettwanzen?

Bettwanzen sind tagsüber kaum sichtbar. Dann verstecken sie sich in Bettgestellen, Matratzen, hinter Sockelleisten, Tapeten oder auch in Steckdosen. Die Verstecke lassen sich oft nur schwer ausfindig machen. Bei vermehrtem Befall kann der Wanzenkot einen Anhaltspunkt liefern.

Wird man Bettwanzen wieder los?

Die Bekämpfung von Bettwanzen kann sich langfristig gestalten. Daher ist auf ein Mittel mit Langzeitwirkung zu setzen. Wird DFNT Spray verwendet, ist eine erneute Anwendung erst in drei Monaten notwendig.

Welche Hausmittel gegen Bettwanzen gibt es?

Wanzen vertragen weder Hitze noch Kälte. Bei Temperaturen zwischen 5 und 40 Grad Celsius verschwinden die nervigen Schädlinge in der Regel. Wenn Du also Bettwanzen in der Wohnung hast, solltest Du also alle waschbaren Textilien in die Waschmaschine geben und Matratze, Kissen und Decken für einige Stunden dem direkten Sonnenlicht aussetzen. Genauso funktioniert es auch umgekehrt: kleinere Gegenstände und Textilien kannst Du für einige Tage in den Gefrierschrank legen, damit die Tiere und ihre Eier abgetötet werden.

Wie lange dauert es, bis Bettwanzen weg sind?

Dies ist von den Ausmaßen des Befalls abhängig. Werden alle Verstecke ausfindig gemacht, kann ein professioneller Schädlingsbekämpfer den Befall innerhalb von ein bis zwei Wochen eindämmen. Werden nicht alle Verstecke gefunden, wird der Befall nicht komplett auszurotten sein.

Wie kann man feststellen, ob man Bettwanzen hat?

Wer nach Verlassen des Bettes eine Hautrötung bemerkt und Juckreiz verspürt, sollte der Sache auf den Grund gehen. Lassen sich im Bett und auf der Matratze Kotspuren, Häutungsreste oder Eier finden, ist von einem Befall mit Bettwanzen auszugehen. Hilfreich ist auch Klebeband am Bettgestell, wodurch die Tiere nicht mehr ins Bett gelangen können. Diese Methode eignet sich aber vorrangig, um das Auftreten von Bettwanzen nachzuweisen. Gewissheit bringt die Beauftragung einer professionellen Schädlingsbekämpfung.

Können Bettwanzen auch Hunde oder Katzen befallen?

Bettwanzen sind blutsaugende Parasiten und suchen sich ihre Nahrung vorzugsweise beim Menschen. In Ausnahmefällen können sie aber auch Haustiere wie beispielsweise Katzen, Hunde, Kaninchen oder Mäuse befallen. In diesem Fall muss bei der Verwendung von Insektiziden besondere Vorsicht geboten werden, weil die Tiere empfindlich darauf diese Mittel reagieren. Hat man also fellige Mitbewohner, dann sollte man lieber sofort den Schädlingsbekämpfer rufen, um ihnen nicht mit Insektiziden zu schaden.