Eine Reise für uns bedeutet hin und wieder eine Reise für sie. Die Bettwanze ist zurück in unseren Schlafzimmern und sorgt für mehr als einen einfachen Juckreiz.

In Europa gibt es ca. 3000 verschiedenen Wanzenarten, weltweit sind es ca. 40.000. Abgesehen von der Antarktis, gibt es keinen Lebensraum, an dem sich die Insekten nicht wohlfühlen. Die meisten Wanzen sind wärme- und trockenheitsliebend. 

Die wichtigsten Fragen über Bettwanzen werden in diesem Artikel beantwortet:

  • Wo sind Bettwanzen zu finden?
  • Sind Bettwanzen lästig oder auch gefährlich?
  • Warum immer mehr Bettwanzen auftreten?
  • Mit welchen Maßnahmen bekämpft man Bettwanzen?

Die Bettwanze

Bettwanzen sind ca. 4 bis 6 mm lang, ihre Körperform ist oval und der Rücken sowie die Unterseite sind flach und mit kräftigen Beinchen ausgestattet. Charakteristisch für die behaarten, sechsbeinigen Parasiten ist ihre rotbraune Färbung und die sehr flache Körperform. Diese Form und der Aufenthaltsort in Wohnräumen ist für den umgangssprachlichen Namen “Tapetenflunder” verantwortlich. Ausgewachsene und mit Blut vollgesogene Bettwanzen sind gut zu erkennen. Die meisten Bettwanzen sind Pflanzensaftsäuger, die bei einem Massenauftreten Schäden an Kulturpflanzen anrichten, z. B. Spitzling an Getreide, Beerenwanze an Beerenobst, Kohlwanze an Kohl.
Einige Arten von Bettwanzen fallen jedoch durch ihre räuberische Veranlagung auf. Hierbei handelt es sich um die blutsaugenden Bettwanzen, die nicht nur unseren Schlaf nachhaltig stören, sondern auch Krankheiten übertragen können.
Bettwanzen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von sechs bis zwölf Monaten. Zu unserem Leidwesen sorgen sie in diesem Zeitraum für reichlich Nachwuchs. Täglich legen die Weibchen ihre Eier ab. Summiert auf ihr ganzes Leben, können das bis zu 500 sein. Die Temperatur und Nahrungsquellen bestimmen dabei das Wachstum der Larven. Bei einer Raumtemperatur von etwa 22 Grad dauert es ungefähr 14 Tage, bis die Larven schlüpfen, rund acht Wochen bis sie ausgewachsen sind. Während dieser Zeit durchlaufen die Larven fünf Entwicklungsstadien, wobei sie pro Stadium mindestens einmal Blut aufnehmen müssen.

Wo Bettwanzen zu finden sind

Die bevorzugten Orte für Bettwanzen sind, wie der Name sagt, Betten und Matratzen. Durch die Körperwärme und den Geruch des Menschen werden die Wanzen in der Nacht angelockt, während sie sich tagsüber im Schutz der Dunkelheit verborgen halten. Die Schädlinge sind aber auch u. a. an folgenden Orten oft zu finden:

  • Bettwäsche, Bezüge und Decken
  • Koffer, Taschen und Rucksäcke
  • Plüschtiere
  • Kissen
  • Teppiche
  • Gardinen und Jalousien
  • Sessel und Sofas
  • Fußleisten, Türrahmen, Lichtschalter und Steckdosen
  • Bücher, Bilderrahmen und Poster

Tipp:
Um festzustellen, ob sich Bettwanzen im Bett oder in der Wohnung befinden, kann das Bettgestell mit doppelseitigem Klebeband an den Beinen ausgerüstet werden. Die Tierchen können somit nicht mehr vom Boden ins Bett krabbeln und bleiben auf dem Klebeband kleben.

Was sind typische Anzeichen für Bettwanzen?

Bettwanzen sind winzig kleine, ovale Tierchen und mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen. Vor der Nahrungsaufnahme sind sie flach, danach vergrößert sich ihr Volumen, so dass sie leichter zu erkennen sind. Oft wird irrtümlich davon gesprochen, dass Bettwanzen stechen. Dem ist nicht so. Mit ihrem besonders ausgebildeten Mundwerkzeug beißen die Tiere in die Haut des Menschen und hinterlassen typische Anzeichen. Hier ein kurzer Überblick:

  • Wanzenstraßen: Bettwanzenbisse verursachen eine reihenartige Anordnung von Bissstellen, sogenannten Wanzenstraßen
  • Blutspuren: Beim Bettwanzenbiss tritt Blut an der Bissstelle aus.
  • Kotspuren: schwarze Spuren im Bett oder auf der Wand können auf Kot von Bettwanzen und somit auf die Existenz der winzigen Tierchen hindeuten
  • Bettwanzeneier:Auch, wenn sie nur schwer zu erkennen sind, Bettwanzeneier sind ebenfalls ein Hinweis auf Bettwanzen. Ein Weibchen legt bis zu 12 Eier an einem Tag und kommt auf bis zu 200 während ihres gesamten Lebens. Bettwanzeneier sind ca. 1 mm groß, leicht transparent, klebrig und Cremeweiß.
  • Süßlicher Geruch: Bei einem hohen Bettwanzen-Aufkommen ist ein unangenehm süßlicher Geruch ein typisches Anzeichen “infizierter” Räume und Gebäude. Die Tiere sondern nämlich ein Sekret ab, um sich gegenseitig anzulocken. Je mehr Bettwanzen in einem Raum sind, desto stärker ist der unangenehme Geruch.
  • Tote Wanzen oder abgestorbene Nymphenhäute weisen auf den Bettwanzenbefall hin

Warum immer mehr Bettwanzen auftreten

In den 80er und 90er Jahren galten Bettwanzen in Mitteleuropa als mehr oder weniger ausgerottet. In den letzten 20 Jahren hat sich diese Plage in den Industrienationen des Westens stark in unseren Schlafzimmern ausgebreitet. 

Forscher des Umweltbundesamtes in Berlin beobachteten ein dramatisches Ansteigen und Ausbreiten der Bettwanze in ganz Europa. Besonders besorgniserregend ist der Umstand, dass Wanzen eine immer stärker werdende Resistenz gegen gängige Insektizide entwickeln. Dass heißt, dass sie sogar einen Besuch von einem Schädlingsbekämpfer bzw. Kammerjäger überleben können. Verantwortlich sind wir Reisenden. Bettwanzen sind immer öfter ein ungewolltes Mitbringsel von Reisen oder Ausflügen. Die kleinen Blutsauger verstecken sich in Koffern, Reisetaschen und Kleidung, um sich am Zielort im Schlafzimmer einen Lebensraum zu schaffen. Eine einzige Bettwanze kann Eier für bis zu 300 Nachkommen in sich tragen. Darüber hinaus sind Second – Hand Möbel, Antiquitäten oder auch Second – Hand Kleidung Kontaminationszentren für Blattwanzen.

Maßnahmen im Urlaub und wirkungsvolle Methoden zur Bekämpfung

  • Hotelauswahl und Hygienestandards der Unterkunft inspizieren und ein Insektizid (Wanzenspray) ins Urlaubsgepäck packen.
  • Sofort nach der Urlaubsrückkehr alles was in die Waschmaschine darf, bei 60 Grad waschen. Eine Behandlung mit Wärme ist nämlich eine effektive Methode zur Bettwanzenbekämpfung.
  • Kleinere Dinge, wie z. B. Kosmetiktaschen mit Kälte behandeln und ein bis zwei Tage in die Tiefkühltruhe geben. Kälte ist für Wanzen absolut tödlich!
  • Sind sperrige Dinge wie Koffer oder Sofakissen befallen, muss der Kammerjäger anrücken.

WICHTIG: Überlebt auch nur ein Weibchen, geht der ganze Wahnsinn von vorne los und der Schädlingsbekämpfer muss erneut anrücken. In der Regel sind mehrere Behandlungen notwendig, um die Tiere vollständig zu bekämpfen.


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Wie kann ich einen Bettwanzenbefall vorbeugen?

Bettwanzen sind meist ein Mitbringsel von Reisen und Ausflügen. Deshalb sollte das Hotelzimmer am besten sofort nach der Ankunft auf Bettwanzen überprüft und ggf. gewechselt werden. Hilfreich sind auch Sprays mit dem Wirkstoff Permethrin, welche als Abwehrmittel gegen Bettwanzen eingesetzt werden. Kleidungsstücke, Rucksäcke oder Koffer können damit vorbeugend eingesprüht werden. Nach der Urlaubsrückkehr am besten alles in die Waschmaschine geben und wenn möglich bei mindestens 60 Grad waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, können Reisekoffer, Rucksäcke und größere Textilien auch in die Tiefkühltruhe gegeben werden, denn auch Kälte ist eine wirkungsvolle Maßnahme zur Bekämpfung der Parasiten. Hat man hierfür allerdings keine Möglichkeiten, sollte man am besten sofort den Kammerjäger informieren.

Welche Bedingungen begünstigen einen Bettwanzenbefall?

Bettwanzen werden in der Regel meist unbemerkt mit dem Reisegepäck in die Wohnung eingeschleppt und nisten sich dort vorzugsweise in Betten, Matratzen, hinter lockeren Tapeten, Holzverkleidungen, Ritzen oder Spalten ein. Bettwanzen werden also nicht durch mangelnde Hygiene bedingt, die Tierchen können sogar in den gepflegtesten Umgebungen vorkommen. In einer aufgeräumten und übersichtlich gestalteten Wohnung kann ein Vorkommen jedoch schneller erkannt und bekämpft werden.

Welche Hausmittel gegen Bettwanzen gibt es?

Wanzen vertragen weder Hitze noch Kälte. Bei Temperaturen zwischen 5 und 40 Grad Celsius verschwinden die nervigen Schädlinge in der Regel. Wenn Du also Bettwanzen in der Wohnung hast, solltest Du also alle waschbaren Textilien in die Waschmaschine geben und Matratze, Kissen und Decken für einige Stunden dem direkten Sonnenlicht aussetzen. Genauso funktioniert es auch umgekehrt: kleinere Gegenstände und Textilien kannst Du für einige Tage in den Gefrierschrank legen, damit die Tiere und ihre Eier abgetötet werden. Ein effektives Hausmittel ist Kurkuma. Das enthaltene Kurkumin wirkt antimikrobiell und sorgt dafür, dass die Parasiten nicht mehr atmen können und absterben. Hilfreich ist auch Klebeband am Bettgestell, wodurch die Tiere nicht mehr ins Bett gelangen können. Diese Methode eignet sich aber vorrangig, um das Auftreten von Bettwanzen nachzuweisen.

Welche gesundheitlichen Folgen können Bettwanzenbisse haben?

Bettwanzenbisse sind zwar in der Regal schmerzfrei, verursachen aber einen starken Juckreiz und hinterlassen unschöne Quaddeln und Blasen auf der Haut. Diese Reaktion wird durch den Speichel der Bettwanzen hervorgerufen, welcher einen Stoff enthält, der die Blutgerinnung hemmt. Die auftretenden Symptome können bis zu 10 Tage andauern.

Können Bettwanzen auch Hunde oder Katzen befallen?

Bettwanzen sind blutsaugende Parasiten und suchen sich ihre Nahrung vorzugsweise beim Menschen. In Ausnahmefällen können sie aber auch Haustiere wie beispielsweise Katzen, Hunde, Kaninchen oder Mäuse befallen. In diesem Fall muss bei der Verwendung von Insektiziden besondere Vorsicht geboten werden, weil die Tiere empfindlich darauf diese Mittel reagieren. Hat man also fellige Mitbewohner, dann sollte man lieber sofort den Schädlingsbekämpfer rufen, um ihnen nicht mit aggressiven Insektiziden zu schaden.

Bettwanzen wirkungsvoll bekämpfen mit DFNT

Bettwanzen sind Parasiten und treten als Zivilisationsfolger vor allem in der Nähe von Menschen auf. Die Tiere kommen fast überall auf der Welt vor, sogar in sehr kalten Regionen und extremer Höhe sind sie schon nachgewiesen worden. Bettwanzen sind äußerst robust und können bis zu 40 Wochen ohne Nahrung überleben. Sie sind nachtaktiv und saugen das Blut ihres Wirtes, während dieser schläft.

Tagsüber ziehen sich Bettwanzen in lichtgeschützte Bereiche zurück, wie beispielsweise in die Matratze, sodass ein Befall von Wanzen oft lange Zeit unbemerkt bleibt. Bettwanzenbisse bleiben ebenso eine gewisse Zeit unbemerkt, weil man sie nicht direkt spürt und Rötungen und Juckreiz erst Tage später auftreten. Sehr empfindliche Menschen können bei einem Bettwanzenbiss auch von Hautentzündungen, allgemeinem Unwohlsein oder sogar Sehstörungen betroffen sein. Meist werden direkt mehrere Bettwanzenbisse bemerkt, die sich oft in einer Linie hintereinander befinden. Doch schon bei einem einzigen Stich ist es höchste Zeit zu handeln, denn Bettwanzen können sich explosionsartig vermehren und innerhalb kürzester Zeit ganze Wohnungen und Häuser infizieren. Der Befall ist dann nur noch mithilfe eines Schädlingsbekämpfers unter Kontrolle zu bekommen.

In Bettwanzen konnten bislang 28 verschiedene Krankheitserreger nachgewiesen werden, darunter Hepatitis B und C und sogar das HI-Virus. Eine Übertragung durch eine Bettwanze auf den Menschen konnte bislang allerdings nicht belegt werden. DFNT Anti-Bettwanzen-Spray hilft sofort gegen eine Befall von Bettwanzen. Bei geringem Bettwanzenbefall genügt bereits eine Anwendung mit dem Insektizid, um die Wanzen vollständig zu entfernen und einem neuen Befall vorzubeugen. Bei sehr starkem Befall können Mittel für den Hausgebrauch nicht mehr helfen, in diesem Fall muss ein Schädlingsbekämpfer bzw. Kammerjäger zur Bettwanzenbekämpfung hinzugezogen werden.

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