Neben Milben sind ‘Echte Spinnen’ oder ‘Webspinnen’ die bekannteste, artenreichste und ökologisch bedeutendste Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Weltweit sind etwa 40.000 Spinnenarten bekannt.

Einige Menschen glauben vielleicht, dass Spinnen zu den Insekten gehören, sie gehören aber zur Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) und unterteilen sich weiter in Gliederspinnen, Vogelspinnenartige und Echte Webspinnen.

Die größte Spinne ist mit bis zu 30 cm Beinspanne die Goliath-Vogelspinne, die aber nur in den Tropen zu finden ist. Die Kleinste hingegen ist die Patu digua die mit 0,37 mm gerade noch so mit dem bloßen Auge erkennbar ist. Und die in Häusern häufigste angetroffene Spinnenart ist die Zitterspinne, die aufgrund ihres kompakten Körpers und den langen Beinen oft mit Weberknechten verwechselt wird. 

Spinnen besitzen ein sogenanntes Exoskelett. Sie treten in verschiedenen Formen und Größen auf – manche sind kurz und dick, lang und dünn, rund oder flach. Die meisten Spinnen haben vier Augenpaare deren Sehfähigkeit aber gering ist. Bei der Fortpflanzung bringen die Männchen das Sperma an einen sicheren Ort. Das Weibchen setzt sich die Spermien ein und tötet in vielen Fällen anschließend das Männchen. Bisher konnte dieses Verhalten nicht entschlüsselt werden. Bei einigen Spinnenarten werden bis zu 3.000 Eier auf einmal ausgetragen.

Alle Arten von Webspinnen stellen Spinnseide aus Proteinen her. Sie schützen mit den Fäden ihre Eier, bauen Schlupfwinkel, Sicherungs- und Kommunikationsfäden gelegt oder Fangnetze hergestellt.  Fast alle Spinnenarten besitzen Gift, um ihre Beutetiere zu lähmen, zu töten oder sich gegen ihre natürlichen Feinde zu verteidigen. 

Spinnen wechseln im Leben ein paar Mal ihre Hülle

Spinnen haben ein festes Außenskelett, dass ihnen nur ein endliches Wachstum ermöglicht. Die Spinnentiere wachsen per Häutung. Mit jeder Häutung, bei der das Tier seinen Panzer vollständig abwirft, ist es etwa ein Fünftel größer als zuvor. Je nach Art finden bis zur Geschlechtsreife fünf bis zehn Häutungen statt. Auch ausgewachsene Tiere häuten sich mitunter noch.

Spinne bei Haeutung

Nützliche Helfer bei Schädlingen

Spinnen sind durchaus nützlich. Du solltest Dir daher gut überlegen, ob Du die kleinen Eindringlinge aus Deinen vier Wänden vertreiben möchtest. In der Regel spannen die Krabbeltiere ihre Fangnetze in Ecken oder über wenig genutzte Fenster oder Türen auf. Diese sind für sich darin verfangende kleine Insekten klebrig – eine tödliche Falle! Die Spinne registriert die Vibrationen der zappelnden Beute in ihrem Fangnetz, lähmt sie zügig mit einem Biss und wickelt sie dann in ihre Fäden ein. Mit dem Biss wurde zugleich ein Verdauungsenzym injiziert, welches nun dafür sorgt, dass sich das Innere der Beute auflöst, so dass es anschließend verspeist werden kann. Auf diese Weise ist ein Netz eine natürliche Falle für alles, was uns in unseren vier Wänden so nervt: Fliegen, Wespen, Mücken etc.

In welchem Lebensraum Spinnen sich wohlfühlen

Webspinnen findet man überall. Die einzigen Orte, an denen sie nicht vorkommen sind, Polarregionen, sehr hohe Berge und die Tiefsee. Das liegt daran, dass die Achtbeiner Schutz vor der Kälte suchen. Ohne ausreichend Wärme sinkt die Körpertemperatur zu stark ab und die Spinne unterkühlt. In unseren Breitengraden bedeutet das, dass sie vor allem im Herbst und Winter ihren Weg in Wohnung und Keller finden. Wie jedes Lebewesen auf Nahrungssuche siedeln sie sich natürlich am ehesten dort an, wo viel Nahrung anzutreffen ist. Das erklärt das starke Vorkommen in Stallungen oder allgemein auf dem Land. Hier profitieren Spinnen nicht nur von der ausgestrahlten Wärme der dort lebenden Tiere, sondern auch von den herumschwirrenden Fliegen, die sich in Stallungen massenhaft aufhalten. Arten, die man normalerweise nicht in Deutschland (z.B. die Wasserspinne) findet, werden gelegentlich auch durch Obstimporte eingeschleppt.

Welche Schäden Spinnen verursachen

Ganz ehrlich – die meisten Spinnen sind ungefährlich. Die meisten Spinnen, die in deutschen Haushalten vorkommen, sind auch für den Menschen vollkommen ungefährlich. Nur etwa 200 Arten weltweit verursachen für den Menschen gesundheitliche Probleme oder führen zum Tod. In unseren Breiten ist nur der Ammen-Dornfinger dafür bekannt, dass sein Biss auch Menschen gefährlich werden kann. Das liegt daran, dass dies die einzige heimische Spinne ist, die in der Lage ist, die menschliche Haut mit ihren Kieferklauen zu durchdringen. Meist bleibt es aber bei starken Reaktionen wie Schmerzen ähnlich eines Wespenstichs oder auch Fieber, es sei denn es trifft beispielsweise einen Allergiker. Trotzdem versteht man spätestens hier die Frage nach einem Mittel gegen die haarigen Krabbeltiere!

Angst vor Spinnen – warum wir uns ekeln

Auch wenn sie eigentlich ganz nützlich sind, sind sie vor allem für Phobiker ziemlich unangenehme Untermieter. Wobei man hier tatsächlich unterscheidet zwischen dem geläufigen Ekel vor Spinnen und einer echten Phobie.

Psychologisch wissen wir: Je mehr ein Tier oder Gegenstand vom menschlichen Erscheinungsbild abweicht, desto stärker, häufiger und weiter verbreitet ist die Angst davor. Es gibt allerdings noch weit mehr dieser Definition entsprechende Lebewesen. Warum also ekeln wir uns vor den krabbelnden Spinnentieren am meisten? Man vermutet, dass dies daran liegen könnte, dass wir sie mitunter plötzlich und unerwartet nahe am Körper bemerken und auch, weil sie sich extrem schnell und unberechenbar fortbewegen.

Wird aus dieser Abneigung eine echte Phobie – also eine Arachnophobie – verlieren betroffene Personen jeden Bezug zur Spinnenrealität und fühlen sich von Spinnen jeder Art tödlich bedroht. Entsprechend fallen die Reaktionen dieser Personen beim Anblick einer Spinne aus. Echte Phobiker zeigen dann starke pathologische Stress-Symptome wie Schwitzen, flache Atmung bis hin zur Ohnmacht.

Spinnen vertreiben – was hilft gegen die haarigen Achtbeiner?

Egal ob einfach nur Ekel oder Abneigung oder echte Phobie – irgendwie wollen wir sie doch alle eher nicht in unserer Nähe haben. Wir Menschen teilen im Allgemeinen unseren Lebensraum mit den achtbeinigen Krabbeltieren nicht gern.

Spinnen vertreiben mit einfachen Hausmitteln

  • Lavendel: Ein natürliches Hausmittel, um Spinnen zu vertreiben, ist Lavendel. Der Geruch wird von den Achtbeinern als unangenehm empfunden und soll dabei helfen, die krabbelnden Eindringlinge zu vertreiben. Platziert man ein Bündel mit getrocknetem Lavendel oder einen Topf mit frischem Lavendel am Fenster, auf der Fensterbank oder in die Türen gehängt, bleiben die Eindringlinge in der Regel fern. 
  • Minzöl oder Eukalyptusöl: Wer den Duft von Lavendel nicht mag, kann auch zu Minz- oder Eukalyptusöl greifen. Spinnen mögen den Geruch der ätherischen Öle überhaupt nicht und vertreibt und hält sie langfristig fern. Das Minzöl einfach mit Wasser verdünnen, in eine Sprühflasche füllen und Fenster, Fensterbank und Türen damit besprühen. 
  • Kastanien: Auch Kastanien sind eine natürliche Spinnenabwehr. Im Gegensatz zu Lavendel oder Ätherischen Ölen, sind sie neutral im Geruch, aber dennoch wirkungsvoll. Eine Handvoll Kastanien einfach auf der Fensterbank oder in einem Korb an Fenster und Türen platzieren und die Krabbeltiere sollten fernbleiben. Noch wirkungsvoller sind Kastanien, wenn man sie mit einem Hammer etwas anschlägt. So verbreitet der Geruch der Kastanie besser und die Krabbeltiere werden effektiv aus Haus und Wohnung vertrieben.
  • Zitronen: Ein weiteres, effektives Hausmittel sind Zitronen. Der intensive Duft, den die Eindringlinge so gar nicht mögen, vertreibt sie ebenfalls aus dem Haus. 

Spinnen suchen sich vorzugsweise Häuser und Wohnungen, in denen Nahrungsmittel leicht zu erreichen sind. Um eine Spinneninvasion weitestgehend zu vermeiden, sollte das Haus immer schön sauber und frei von Essensresten und Abfall gehalten werden.

Spinnen vertreiben mit Anti-Spinnen Spray

Ist der Befall schon besonders stark und Hausmittel wie Lavendel, Minzöl und Kastanien wirkungslos, hilft ein spezielles Mittel gegen Spinnen, wie das DFNT ANTI-SPINNEN-SPRAY, schnell und schonend, um die haarigen Achtbeiner wieder aus der Wohnung zu vertreiben. Das Spray ist wasserbasiert und treibgasfrei. Die enthaltenen Wirkstoffe sind Esbiothrin und Permethrin und vertreiben alle möglichen Arten von Spinnen. Die in deutschen Haushalten am häufigsten anzutreffenden Spinnenarten sind Winkel- und Zitterspinnen, Gartenkreuzspinnen, Weberknechte und die selteneren Wolfsspinnen. Aufgesprüht auf Wände, Fenster, Türen und anderen Schlupfwinkeln, hilft das DFNT ANTI-SPINNEN-SPRAY dabei, Spinnen innerhalb weniger Stunden zu vertreiben. Um das Auftauchen der Achtbeiner präventiv zu verhindern, kannst Du Fensterrahmen, Fensterbänke und Türschwellen zusätzlich prophylaktisch besprühen. So werden die Spinnen mit nur einer Anwendung bis zu drei Monate ferngehalten. Dies gilt übrigens für den Innen- und Außenbereich gleichermaßen. Damit ist es ein zuverlässiger Schutz vor den Achtbeinern im Wohn- und Schlafzimmer, Küche, Keller und Garage, aber auch auf dem Balkon, der Terrasse oder im Wohnwagen.

Häufige Fragen zum Thema “Spinnen”: 

Wie kommen Spinnen ins Haus?

Wie jedes andere Lebewesen, suchen sich auch Spinnen mit Vorliebe Umgebungen in denen sie genügend Nahrung vorfinden und Essensreste leicht erreichbar sind. Damit Spinne also erst gar nicht erst angelockt werden, sollte das Haus immer sauber und frei von Essensresten gehalten werden.

Welche Spinnen sind besonders häufig im Haus zu finden?

Von den in Deutschland lebenden rund 1000 Spinnenarten, verirren sich jedoch nur die wenigsten in unserer Haus oder unsere Wohnung. Eine der am häufigsten anzutreffenden Spinnenarten ist die Winkelspinne. Einige Exemplare können einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern erreichen. Die weitaus kleinere und filigranere Zitterspinne ist zwar weniger angsteinflößend, ihre großen Netze, die sie vornehmlich an Decken und in Ecken spinnen, aber durchaus störend. Der Weberknecht wird häufig in deutschen Haushalten gesichtet und hält sich vorwiegend in schmalen, dunklen Ritzen auf. 

Gehören Spinnen zu den Insekten

Biologisch gesehen gehören Spinnen zur Gruppe der Spinnentiere (Arachnida), zu denen auch Skorpione und Pfeilschwanzkrebse gehören. Sie gehören also nicht zu den Insekten. Typisch sind ihre deutlich voneinander abgesetzten Körperabschnitte – dem Vorder- und Hinterkörper sowie ihre acht Beine. Insekten haben einen dreiteiligen Körperbau und nur sechs Beine. 

Wann und warum kommen Spinnen ins Haus und die Wohnung?

Die Jahreszeiten Frühling und Sommer bieten ideale klimatische Verhältnisse für die meisten Spinnenarten. Die Krabbeltiere mögen gemäßigte Temperaturen und das verhältnismäßig geringe Windaufkommen begünstig ihren Netzbau. Darüber hinaus gibt es in diesen Jahreszeiten besonders viele Insekten und somit ein großes Nahrungsaufkommen. Im Herbst, wenn es kälter und windiger wird, suchen Spinnen dann Rückzugsorte, die sie im Keller, in der Wohnung oder im Haus vorfinden. 

Warum gilt die Spinne als nützliches Tier?

Spinnweben und Netze können für den Menschen beängstigend und unangenehm erscheinen, sie sind aber dennoch irgendwie nützlich. Schadstoffe, Hautschuppen und andere organische Stoffe, die sich in der Luft befinden, werden von den Spinnweben und Netzen aufgefangen und somit aus der Luft gefiltert. Weiterhin können Spinnen als nützlich betrachtet werden, da sie beispielsweise Stechmücken oder Fliegen in ihren Spinnennetzen fangen und vernichten.