Der Begriff Ungeziefer bezeichnet im Allgemeinen kleine unerwünschte Tiere. Sie gelten als (schmarotzende) Schädlinge und können dem Menschen, durch die Übertragung von Krankheiten, schaden.

Üblich für diese Tiere ist die Inanspruchnahme des menschlichen Lebensraumes, in dem sie erheblichen Einfluss ausüben können. In Abhängigkeit davon, welche Beeinträchtigungen durch das Ungeziefer hervorgerufen wird, unterscheiden sie sich in 5 Kategorien: Gesundheitsschädlinge, Parasiten, Lebensmittelschädlinge, Materialschädlinge und Lästlinge. Je nach Lebensraum kann Ungeziefer in unterschiedliche oder auch mehrere Kategorien eingeordnet werden.

Gesundheitsschädlinge: Sie übertragen Krankheiten oder rufen Allergien hervor. Durch die Bluternährung infizieren sie den Menschen mit Erregern.

Parasiten (Schmarotzer): Sie ziehen einen einseitigen Nutzen aus Lebewesen und übertragen dabei meist Krankheiten.

Lebensmittelschädlinge: Sie befallen pflanzliche und tierische Nahrungsmittel und verunreinigen diese. Eine Folge dieser Verunreinigung können Krankheiten sein.

Materialschädlinge: Sie befallen Materialien aus pflanzlichem oder tierischem Ursprung. Darunter zählen Hölzer, Textilien oder Papier.

Lästlinge: Sie gelten an sich als Nicht-Schädlinge, werden aber als lästig empfunden.


Die folgenden Artikel zeigen, wie die unterschiedlichen Tiere erkannt und bekämpft werden können.



SILBERFISCHE


Silberfische gehören zu den ältesten Tieren der Welt. Weltweit gibt es ca. 470 verschiedene Arten. Sie gehören zur Gattung der Lepisma-Insekten und gelten als ungefährlich. Bei einem hohen vorkommen sind sie für den Menschen dennoch sehr lästig.

Silberfische entwickeln sich ohne eine Metamorphose und sind bis zu ihrem Tod geschlechtsreif. Sie legen bis zu 150 Eier. Je nach Umgebung benötigen die Neugeborenen vier Monate bis drei Jahre um zu einem geschlechtsreifen Silberfisch heranzuwachsen.

Silberfisch

Welche Merkmale Silberfische besitzen und wie sie aussehen

Silberfische werden leicht durch ihre grausilbrigen Schuppen erkannt, die nach der dritten Häutung auftreten.

Sie sind flügellos und bewegen sich mit ihren sechs Beinen schlängelnd fort. Dabei tasten sie mit ihren 2 Vorderfühlern ihre Umgebung ab.

Sie werden 7-15 mm groß.

In welchem Lebensraum Silberfische sich wohlfühlen

Meist werden sie in einer feuchten Umgebung (über 80 % Luftfeuchtigkeit und 20 – 30 °C) angetroffen. Darunter vor allem Badezimmer, Küchen oder Waschräume.

Tagsüber halten sie sich geschützt von der Dunkelheit unter anderem in Ritzen, Fugen oder hinter Tapeten auf.

Welche Schäden Silberfische verursachen

Silberfische übertragen keine Krankheiten, können aber ein Indiz für Schimmelbefall in der Wohnung sein.

Fühlt sich der Silberfisch wohl, pflanzt er sich fort und es entsteht eine Kolonie.

Zu seinen Nahrungsquellen gehören pflanzliche Vorräte, Schimmel, stärkehaltiges Gewebe, Haare und sogar Milben.

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BETTWANZEN


Bettwanzen sind in den letzten Jahren weltweit eine immer größere Plage geworden. Durch Fernreisen und den Kauf alter Möbel ermöglicht der Mensch den Wanzen den Einzug in die Wohnungen. Sie gelten als Schmarotzer, die sich an lebenden Organismen festbeißen.

Die Bettwanze produziert innerhalb ihres Lebens bis zu 150 milchig, weiße Eier. Bis zur vollständigen Entwicklung häuten sich die Tiere anschließend fünf Mal. Bei einer hohen Ansammlung der Tiere entsteht ein bittermandelartiger Geruch, der vom Menschen wahrgenommen werden kann.

Bettwanze

Welche Merkmale die Bettwanze besitzt und wie sie aussieht

Bettwanzen besitzen einen breiten, oval flachen Körper und haben sechs Beine. Sie fallen nach der Blutaufnahme durch ihre hellgelbe, braune, bis rotbraune Farbe auf. Ohne Nahrung sind sie fast farblos.

Ihre Körperoberfläche ist mit kurzen goldgelben Haaren bedeckt.

Die Weibchen erreichen eine Größe von 4-9 mm, die Männchen 4-7 mm .

Welche Schäden eine Bettwanze verursacht

Sie saugen sich an der Haut des Menschen fest, fressen Blut und hinterlassen häufig juckende, rote Flecken auf Brust, Nacken, Schulter, Rücken oder Bauch.

Das starke Jucken kann zum Aufkratzen der Haut führen und somit schwerwiegende Infektionen hervorrufen.

Ein Befall wird außerdem meist als ekelerregend empfunden, was zu einer psychischen Belastung werden kann.

Wie eine Bettwanze gut erkannt wird

Bettwanzen werden unter anderem durch eine reihenartige Bissanordnung auf der Haut und kleine Blutspritzer auf Bettlaken oder Decke erkannt.

Darüber hinaus sollten schwarze Spuren im Bett oder an der Wand nicht ignoriert werden. Es könnte sich um Bettwanzenkot handeln.

Bei toten Wanzen oder abgestorbenen Nymphenhäuten kann es sich ebenfalls um einen Befall handeln.

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 Weitere Informationen: Bettwanzen – wie man sie findet und gezielt bekämpft



MILBEN


Milben gehören mit ihren acht Beinen zur Klasse der Spinnentiere. Sie sind unmittelbare verwandte der Zecken, aber um vieles kleiner. Es gibt rund 50.000 bekannte Arten. Einige Arten, darunter die Zecke, gelten als Schmarotzer und befallen u. a. den Menschen.

Die mit unter am harmloseste und am häufigsten zu findende Art ist die Hausstaubmilbe. Sie kommt in fast jedem Haushalt vor. Meist findet man sie in Betten, Matratzen, Teppichen oder Polstermöbeln.

Milbe

Welche Merkmale die Milbe besitzt und wie sie aussieht

Milben besitzen einen ovalen, behaarten Körper, der meist braun bis farblos ist. Sie treten grundsätzlich nur einfarbig auf.

Kopf und Beine befinden sich direkt am Rumpf.

Milben werden 0,1 – 0,5 mm groß und sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Eine Ausnahme bilden die Zecken, die ebenfalls eine Milbenart sind. Sie können im vollgesogenen Zustand bis zu 3 cm groß werden.

Welche Schäden eine Milbe verursacht

Die Milbe an sich ist ungefährlich. Nur die Eiweißbausteine im Kot können allergische Reaktionen wie z. B. Juckreiz, Rötungen oder Augenbrennen verursachen.

Ein Gramm Hausstaub kann über 250.000 Kotkügelchen beinhalten, die eine Allergie auslösen können.

Eine gefährliche Ausnahme ist die Krätzmilbe. Sie bohrt sich unter die Haut. Durch ihren Kot kann sie die Krankheit Krätze auslösen.

Woran eine Milbe gut erkannt wird

Hausstaubmilben können sich massiv vermehren. Auf Hausstaub fallen sie dann als „lebender Staub“ auf.

Als Nicht-Allergiker ist eine einzelne Milbe kaum zu erkennen. Bei einer Hausstauballergie fällt die Anwesenheit von Hausstaubmilben dagegen recht schnell auf.

Die Krätzmilbe wird meist erst an den Symptomen der Krätze erkannt. Darunter ein starker Juckreiz und Bläschen auf der Haut.

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MOTTEN


Motten sind lästig – egal ob es sich um Lebensmittelmotten oder Kleidermotten handelt. Sind sie erst einmal in der Wohnung eingezogen, wird man sie nur schwer wieder los. Schon in der Antike jagte man dieser Plage hinterher.

Motten gehören zur Familie der Schmetterlinge. In Deutschland sind sie mit ca. 80 Arten vertreten. Weltweit haben sich über 2000 Arten angesiedelt.

Motte

Welche Merkmale die Motte besitzt und wie sie aussieht

Motten haben einen eher kleinen bis mittelgroßen Körper im Gegensatz zu Ihren Artgenossen den Schmetterlingen. Sie besitzen schmale und ausgefranste Flügel.

Die Farbe der Flügel reicht von hellgelb bis dunkelbraun glänzend. Die meisten Mottenarten protzen mit gemusterten Flügeln z. B. durch Punkte oder Ränder.

Sie werden zwischen 0,4 – 14 mm groß.

Welche Schäden eine Motte verursacht

Die Kleidermotte u. a. verursacht keinen Schaden, ausschließlich die Larven zerstören Kleider, Polstermöbel und Handtücher.

Die Lebensmittelmotte dagegen ist gefährlicher. Sie nistet sich in sämtlichen Vorräten ein und kontaminiert diese. Das kann zu Magen – Darm – Erkrankungen oder auch Allergien führen.

Woran eine Motte gut erkannt wird

Kleidermotten können an den Löchern in Textilien gut erkannt werden.

Die Motte ist mit bloßem Auge gut erkennbar. Schwirrt sie (meist nachts) durch die Räume, sollte sofort gehandelt werden.

Lebensmittelmotten sind an den Gespinsten in den Lebensmitteln gut zu erkennen. Verklebte Körner und Larven deuten ebenfalls auf einen Mottenbefall hin.

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Weitere Informationen: Lebensmittelmotten erkennen, bekämpfen und nachhaltig vorbeugen 



MOSKITOS


Moskitos, auch Stechmücke genannt, sind kleine blutsaugende Vampire. Meist greifen sie den Menschen in der Dämmerung an und gehen bis unter die Haut. Sie gehören zur Familie der Zweiflügler. Weltweit gibt es über 3600 Stechmückenarten. In Europa sind es ca. 104 Arten.

Obwohl Moskitos zerbrechlich erscheinen, sind sie äußerst widerstandsfähige Insekten. Sie gelten als gefährlicher Krankheitsüberträger. Gerade in den Tropen und Subtropen ist eine Übertragung besonders häufig. Trotz allem treten immer wieder auch in Europa Fälle auf, in denen die weibliche Mücke die gefährlichen Krankheitserreger überträgt.

Moskito

Welche Merkmale der Moskito besitzt und wie er aussieht

Mücken haben einen schmalen, ovalen und geschuppten Körper. Sie besitzen charakteristisch, lange Beine und einen langen Rüssel.

Moskitos können je nach Art in der Farbe variieren. Gelbfiebermücken z. B. haben helle, weißliche Flecken an den Beinen. Asiatische Tigermücken sind schwarz mit weißen Streifen am Körper.

Moskitos werden 9 mm bis 15 mm groß.

Welche Schäden ein Moskito verursacht

Mücken beißen und ernähren sich vom Blut der Säugetiere. Ihre Stiche können zu einer Reizung der Haut führen – das hat meist rote Beulen und Juckreiz zur Folge.

Schwerwiegendere Schäden sind die Übertragung von Krankheiten und Viren. Darunter Malaria, Gelbfieber und das Dengue-Fieber.

Diese Krankheiten können im schlimmsten Fall zum Tod führen   

Wie Moskitos den Menschen erkennen

Mücken, werden vom Kohlendioxid-Geruch (CO2) angezogen, welches der Mensch und andere Tiere auf natürliche Weise ausatmen.

Mithilfe ihres Sehvermögens und sensorischer Informationen erkennen sie ihren Wirt anhand seiner Körperwärme.

Darüber hinaus fühlen sich Moskitos von dunkler Kleidung, Bewegung und Schweiß angezogen.

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 Weitere Informationen: Stechmücken und Moskitos – effiziente Abwehr und die größten Irrtümer



SPINNEN


Spinnen gibt es seit mehr als 400 Millionen Jahren. Weltweit sind rund 40.000 Spinnenarten bekannt. Mit ihren acht Beinen gehören sie zur Gruppe der Arthropoden. Die größte Spinne ist die Goliath-Vogelspinne und die Kleinste die Patu marplesi mit 0,43 mm.

Ihre lebende Beute fangen Spinnen, indem sie entweder springen oder sie in einem klebrigen Netz gefangen halten.

Bei der Fortpflanzung bringen die Männchen das Sperma an einen sicheren Ort. Das Weibchen setzt sich die Spermien ein und tötet in vielen Fällen anschließend das Männchen. Bisher konnte dieses Verhalten nicht entschlüsselt werden. Bei einigen Arten werden bis zu 3.000 Eier auf einmal ausgetragen.

Für den Menschen können sie ein nützlicher Helfer gegen Insektenschädlinge sein.

Spinne

Welche Merkmale die Spinne besitzt und wie sie aussieht

Spinnen besitzen ein Exoskelett. Sie treten in verschiedenen Formen und Größen auf – manche sind kurz und dick, lang und dünn, rund oder flach. 

Der Spinnenkörper besteht aus zwei Hauptteilen – dem Cephalothorax und dem Bauch. Am häufigsten sind sie braun, grau oder schwarz.

Die meisten Spinnen haben vier Augenpaare deren Sehfähigkeit aber gering ist.

In welchem Lebensraum Spinnen sich wohlfühlen

Spinnen findet man überall. Die einzigen Orte, an denen sie nicht vorkommen sind, Polarregionen, sehr hohe Berge und die Tiefsee.

Sie suchen Schutz vor der Kälte. Andernfalls sinkt die Körpertemperatur zu stark ab und die Spinne unterkühlen.

Da der Mensch den natürlichen Lebensraum der Spinne stört, breiten sich sogar hin und wieder gefährliche Spinnenarten an Orten aus, an denen sie vorher nie gesichtet wurden.

Welche Schäden Spinnen verursachen

Die meisten Spinnen sind ungefährlich. Ab und an kommt es vor, dass sie Gebäude oder Lebensmittel verunreinigen.

Nur etwa 200 Spinnenarten verursachen für den Menschen gesundheitliche Probleme oder führen zum Tod.

Sie injizieren ihr Gift mit einem Biss in den Körper und können dadurch Rötungen, Schmerzen, Krämpfe, Atemnot oder Schwellungen verursachen.

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